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Inlandsnachrichten

Bindung an Arbeitgeber lässt nach - Deutsche arbeiten 41 Stunden pro Woche

Employees work on the new Mercedes-Benz S-Class models at the Daimler production plant in Sindelfingen near Stuttgart, Germany, September 2, 2020. REUTERS/Ralph Orlowski

Berlin (Reuters) - Trotz des langjährigen Aufschwungs in Deutschlands hat die Bindung der Beschäftigten zu ihrem Unternehmen zuletzt nachgelassen.

Im Jahr 2019 waren rund 44 Prozent der Angestellten seit mindestens zehn Jahren bei ihrem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. 2009 seien dies noch fast 48 Prozent gewesen. Nach der Rezession 2009 hatte die Konjunktur spürbar zugelegt und die Zahl der Arbeitslosen war - bis zur Corona-Krise - stetig zurückgegangen. 2019 waren gut 19 Prozent der Beschäftigten seit fünf bis zehn Jahren am gleichen Arbeitsplatz tätig, fast 37 Prozent seit weniger als fünf Jahren.

Im vorigen Jahr arbeiteten Vollzeiterwerbstätige durchschnittlich 41 Stunden pro Woche, rund zehn Prozent regelmäßig sogar mehr als 48 Stunden. “Dies gilt als überlange Arbeitszeit”, erklärten die Statistiker. Männer seien mit 11,7 Prozent etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen (5,8 Prozent). “Generell gilt: je älter, desto länger die Arbeitszeiten.” Während 1,5 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen zwischen 15 bis 24 Jahren mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiteten, lag dieser Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen bei 12,8 Prozent. Einer der Gründe sei der hohe Anteil überlanger Arbeitszeiten bei Führungskräften, die eher älter seien.

Im vergangenen Jahr arbeitete knapp ein Viertel der Erwerbstätigen ständig oder regelmäßig an Samstagen, fast 13 Prozent waren sonntags im Einsatz. Fachkräfte in der Landwirtschaft (35,7 Prozent) und Erwerbstätige in Dienstleistungsberufen (19,2 Prozent) übten ihre Tätigkeit überdurchschnittlich häufig am Wochenende aus.

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