November 15, 2018 / 9:41 AM / a month ago

Studie - Aufschwung nimmt auch Geringqualifizierte mit

The logo German National Agency for Employment (Agentur fur Arbeit) is seen at the joint German-French job center office in Kehl, Germany, on the French-German border near Strasbourg, November 13, 2014. The center, the first of its kind, joining French and German Employment Agencies, was inaugurated in February 2013 and is due to facilitate the search for jobs for German and French unemployed persons in both countries. REUTERS/Vincent Kessler (GERMANY - Tags: POLITICS BUSINESS EMPLOYMENT)

Berlin (Reuters) - Der Beschäftigungsboom in Deutschland kommt auch bei den Geringqualifizierten an.

Die Arbeitslosenquote der Personen ohne Berufsabschluss sei von 2015 bis 2017 deutlich auf 17,9 von über 20 Prozent gesunken, teilte das IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. “Das ist immer noch sehr hoch, aber immerhin bringt der Arbeitsmarktaufschwung hier einen Rückgang selbst zu Zeiten von Flüchtlingszuwanderung und Digitalisierung”, sagte IAB-Experte Enzo Weber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Jobs für diese Personengruppe hätten in mehreren Bereichen zugenommen. Dazu zählten Lagerei, Handel, Bau, Gastgewerbe und Wachdienste.

Aus der IAB-Studie wird deutlich, dass das Risiko der Arbeitslosigkeit eng mit der Qualifikation zusammenhängt. Je niedriger diese sei, desto schwieriger sei die Position auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote etwa für Akademiker habe 2017 2,3 Prozent betragen. Unter denjenigen, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hätten, liege sie bei 3,9 Prozent.

WEBER: KEIN ARBEITSLOSEN-SCHUB DURCH FLÜCHTLINGE

Ein weiterer Grund für die gesunkene Arbeitslosenquote der geringer Qualifizierten ist, dass ihr Anteil an den zur Verfügung stehenden Arbeitskräften sinkt. “Die Zahl der Erwerbspersonen mit beruflicher und akademischer Ausbildung steigt, die derjenigen ohne Ausbildung bleibt seit langem ziemlich konstant”, sagte Weber. “Der Arbeitsmarkt muss hier also keine zusätzlichen Arbeitskräfte aufnehmen.”

Zudem habe es bei den Flüchtlingen den von vielen erwarteten großen Schub bei der Arbeitslosigkeit nicht gegeben. “Seit 2016 steigt hier die Arbeitslosigkeit nicht mehr”, sagte Weber. “Es gibt zwar laufend zusätzliche Arbeitslosmeldungen. Aber das wird dadurch ausgeglichen, dass die Beschäftigung jeden Monat in der Größenordnung von etwa 10.000 steigt.”

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