February 12, 2019 / 10:44 AM / 2 months ago

Studie - Kosten der Arbeitslosigkeit mehr als halbiert

A sign leading to a job centre of Germany's Federal Labour Office is pictured in Munich, Germany November 8, 2017. Picture taken with a slow shutter speed and a zoom effect. REUTERS/Michael Dalder

Berlin (Reuters) - Der lange Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hat die Kosten der Arbeitslosigkeit für Beitragszahler und Staat mehr als halbiert.

Die Gesamtkosten hätten 2017 rund 53 Milliarden Euro betragen, sagte Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. “Wäre der Kostenanteil am Bruttoinlandsprodukt durch den Arbeitsmarktaufschwung seit 2005 nicht erheblich gesunken, wären es 138 Milliarden Euro gewesen”, sagte Weber. “Der Arbeitsmarkt hat Deutschland finanziell gesunden lassen.”

Profitiert habe davon nicht nur die öffentliche Hand. Weber verwies darauf, dass der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung seit 2006 um vier Prozentpunkte auf 2,5 Prozent gesenkt worden sei. “Arbeitnehmern und Arbeitgebern verbleiben so im Jahr knapp 50 Milliarden Euro mehr”, unterstrich der Wissenschaftler.

Die fiskalischen Gesamtkosten der Arbeitslosigkeit errechnen sich aus direkten Zahlungen an Arbeitslose wie auch den Mindereinnahmen für die öffentliche Hand durch entgangene Steuern und Sozialbeiträge. Ihr Anteil lag nach Berechnungen des IAB im Jahr 2017 bei 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ein Jahr vor Beginn des Arbeitsmarktaufschwungs im Jahr 2005 seien es noch 4,2 Prozent gewesen. Damals gab es im Jahresdurchschnitt 4,86 Millionen Arbeitslose. 2018 waren es mit 2,34 Millionen weniger als halb so viele Arbeitslose.

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