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Wirtschaftsnachrichten

Forscher - In Ostdeutschland 2021 weniger Arbeitslose als vor Corona

The Statue of August the Strong, known as the Golden Rider statue, is pictured in front of the Dresden Frauenkirche, "Church of Our Lady", in Dresden, Germany, February 6, 2016. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Die im nächsten Jahr erwartete Konjunkturerholung nach der Corona-Rezession dürfte sich laut Experten vor allem auf dem Jobmarkt in Ostdeutschland positiv niederschlagen. “In allen ostdeutschen Flächenländern wird der IAB-Prognose zufolge 2021 die Zahl der Arbeitslosen sogar geringer sein als vor der Corona-Krise”, erklärte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) am Freitag. “Vor allem in den ostdeutschen Regionen spielt der demografisch bedingte Rückgang der Erwerbsbevölkerung eine Rolle.” Demnach sinkt die Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern auch wegen des Alterns der Gesellschaft und weil viele Jüngere für Ausbildung oder Beruf in den Westen ziehen.

Von den 16 Bundesländern dürfte einzig in Bayern die Arbeitslosenquote der Studie zufolge 2021 um 0,1 Prozentpunkte zum laufenden Jahr steigen. Dennoch weist der Freistaat dann mit 4,2 Prozent bundesweit immer noch den niedrigsten Wert auf. In allen anderen Bundesländern werde die Quote im nächsten Jahr sinken, in Bremen und Sachsen-Anhalt mit 1,0 Prozentpunkten am stärksten. Die IAB-Forscher räumten allerdings ein, dass Prognosen auf regionaler Ebene wegen der Corona-Krise mit hoher Unsicherheit behaftet seien. “Die Wirtschaftsstruktur und auch die Eindämmungsmaßnahmen infolge der Covid-19-Pandemie können regional unterschiedlich starke Auswirkungen auf die Arbeitsmarktentwicklung haben.” Die Trends bei Beschäftigung und Arbeitslosigkeit könnten sich verstärken - “oder auch ins Gegenteil umschlagen”.

Die Bundesregierung erwartet 2020 einen Rückgang der Wirtschaftskraft um 5,8 Prozent und damit den stärksten Einbruch in der Nachkriegszeit.[nL8N2FY3IS] Im nächsten Jahr dürfte die Konjunktur um 4,4 Prozent anziehen. Erst Anfang 2022 hätte Europas größte Wirtschaft demnach ihr Vorkrisenniveau wieder erreicht.

Reporter: Klaus Lauer; redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 für Politik und Konjunktur 030 2201 33702 für Unternehmen und Märkte

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