June 27, 2018 / 9:45 AM / 5 months ago

BA-Forscher erwarten langsameren Rückgang der Arbeitslosigkeit

The logo German National Agency for Employment (Agentur fur Arbeit) is seen at the joint German-French job center office in Kehl, Germany, on the French-German border near Strasbourg, November 13, 2014. The center, the first of its kind, joining French and German Employment Agencies, was inaugurated in February 2013 and is due to facilitate the search for jobs for German and French unemployed persons in both countries. REUTERS/Vincent Kessler (GERMANY - Tags: POLITICS BUSINESS EMPLOYMENT)

Berlin (Reuters) - Arbeitsmarktforscher erwarten auch wegen des Handelsstreits ein leichtes Nachlassen der Dynamik am deutschen Arbeitsmarkt.

Der Abbau der Arbeitslosigkeit werde sich verlangsamen, teilte das IAB-Institut am Mittwoch zu seinem Job-Barometer mit, das im Juni den dritten Monat in Folge sank. “Die internationalen Handelskonflikte hinterlassen in der deutschen Konjunktur erste Spuren”, sagte IAB-Fachmann Enzo Weber. “Der Beschäftigungsaufschwung wird zwar etwas schwächer, ist insgesamt aber wenig anfällig für konjunkturelle Schwankungen”, erklärte Weber. Er begründete dies mit robustem Wachstum in vielen Dienstleistungsbereichen und einer niedrigen Entlassungsquote. Zudem puffere die hohe Zuwanderung die alterungsbedingte Schrumpfung des Arbeitsmarkts noch ab.

Viele Ökonomen gehen davon aus, dass der Aufschwung der deutschen Wirtschaft seinen Höhepunkt bereits hinter sich hat. Viele Experten senkten zuletzt ihre Wachstumsprognosen. “Ohne kräftige Konjunktur wird es für einen deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit nicht mehr reichen”, betonte auch Weber. Tendenziell sei aber immer noch eine “eher günstige Entwicklung” zu erwarten. “Selbst bei Flüchtlingen ist keine steigende Arbeitslosigkeit festzustellen.”

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt am Freitag die Juni-Jobdaten vor. Im Mai sank die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,3 Millionen und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosigkeit im laufenden Monat um 8000 sinkt.

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