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Wirtschaftsnachrichten

Arbeitsagenturen erwarten Abbau der erhöhten Arbeitslosigkeit

The logo German National Agency for Employment (Agentur fur Arbeit) is seen at the joint German-French job center office in Kehl, Germany, on the French-German border near Strasbourg, November 13, 2014. The center, the first of its kind, joining French and German Employment Agencies, was inaugurated in February 2013 and is due to facilitate the search for jobs for German and French unemployed persons in both countries. REUTERS/Vincent Kessler (GERMANY - Tags: POLITICS BUSINESS EMPLOYMENT)

Berlin (Reuters) - Die Außenstellen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sehen positive Signale bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit, erwarten aber keinen Rückenwind für mehr Arbeitsplätze.

“Die kurzfristig stark erhöhte Arbeitslosigkeit könnte langsam wieder abgebaut werden”, sagte Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag unter Berufung auf die monatliche Umfrage des Forschungsinstituts der BA bei den Arbeitsagenturen. Hinsichtlich der Beschäftigung herrsche aber Skepsis. “Die Infektionsdynamik und die Transformationsprozesse in der Wirtschaft stellen Risiken dar”, sagte Weber. Zudem sinke die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte, da sich als Folge der Krise viele vorerst vom Arbeitsmarkt zurückgezogen hätten. Zudem sei die Zuwanderung eingebrochen.

Die Umfrage unter der Arbeitsagenturen endete allerdings vor dem raschen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stieg um 0,1 Punkte auf 100,2 Punkte. Die Komponente für die Arbeitslosigkeit legte deutlicher zu um 0,3 Punkte auf 102,4 Punkte. Die Beschäftigungskomponente blieb dagegen stabil bei 98,1 Punkten.

Die BA legt am Donnerstag die Arbeitsmarktbilanz für Oktober vor. Für die Jahreszeit üblich wäre ein Rückgang der Arbeitslosenzahl. Nach dem Einbruch als Folge der Corona-Krise hatten sich zuletzt Zeichen der Besserung gezeigt. Im September war die Arbeitslosenzahl um 108.000 auf 2,847 Millionen zurückgegangen. Das waren aber 613.000 mehr als vor einem Jahr. Viele Arbeitnehmer sind zudem noch in Kurzarbeit: Nach letzten Zahlen für Juli betraf das 4,24 Millionen Beschäftigte.

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