April 3, 2018 / 6:10 AM / 3 months ago

Handwerk fordert flexibleres Arbeitszeitgesetz

Berlin (Reuters) - Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert von der Bundesregierung eine Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeit-Regelungen.

Hans Peter Wollseifer, head of the German central association of craftsmanship (Zentralverbandes des Deutschen Handwerks) addresses a news conference in Berlin, Germany, February 5, 2016 REUTERS/Fabrizio Bensch

“Die Digitalisierung wirkt sich natürlich auch auf die Arbeitszeiten aus: Ein zu enges Arbeitszeit-Korsett und zu starre und unflexible arbeitsrechtliche Vorschriften tun der Wirtschaft nicht gut”, sagte Wollseifer der “Rheinischen Post” vom Dienstag. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) müsse deshalb für mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und im Arbeitsrecht sorgen.

Die von der großen Koalition geplante Mindestvergütung für Auszubildende lehnt Wollseifer strikt ab. “Wir wollen auf keinen Fall, dass die Tarifautonomie ausgehebelt wird”, sagte er. “Deshalb halten wir eine Mindestausbildungsvergütung für ebenso unnötig wie tarifpolitisch gefährlich”, erklärte er. Über solche Fragen sollten die Tarifpartner und nicht die Regierung entscheiden. Im Übrigen sei die Ausbildungsvergütungen kein Lohn, sondern ein Zuschuss zum Lebensunterhalt.

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