for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Inlandsnachrichten

Fraktionskreise - Gorleben scheidet als Atommüll-Endlager aus

Six empty wagons that carried eleven Castor nuclear waste containers (Cask for Storage and Transport of Radioactive material) stand outside the embarking station in Dannenberg south of Hamburg November 29, 2011. The controversial shipment of Castor containers with spent German nuclear fuel from the French reprocessing plant in La Hague to the intermediate storage facility in the northern Germany village of Gorleben lasted a record time of 126 hours. REUTERS/Wolfgang Rattay (GERMANY)

Berlin (Reuters) - Das niedersächsische Gorleben scheidet Insidern zufolge als Atommüll-Lager endgültig aus.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) werde den lange als Endlager für hochradioaktiven Müll geplanten Salzstock nicht auf ihre Liste möglicher Standorte nehmen, sagten Fraktionsvertreter am Sonntagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Grund sei, dass sich der Salzstock verändert habe und dies weiter tue. Daher könne dort kein Müll eingelagert werden. Zuvor hatte die BGE in einer Telefonschalte Fraktionen, Landesregierungen und Bundesregierung über die Liste informiert, die am Montag veröffentlicht werden soll.

“Bild” hatte zunächst über das Ausscheiden Gorlebens berichtet, dies aber auf eine Entscheidung der Bundesregierung zurückgeführt. Den Fraktionskreisen zufolge indes hat die BGE die Entscheidung getroffen und die Regierung lediglich informiert.

Die BGE stellt am Montag allein auf Grundlage geologischer Bedingungen eine Karte mit möglichen Gebieten für ein Endlager vor. Dabei geht es um solche Regionen mit Ton-, Salz- oder Granitgestein. Insgesamt wird die BGE den Kreisen zufolge rund 90 Teilgebiete nennen.

Weite Salzstöcke in Niedersachsen gelten so weiter grundsätzlich als geeignet, ebenso wie Granitgestein in Bayern. Auch Gebiete in Baden-Württemberg sind demnach auf der Liste wie auch große Teile Ostdeutschlands. Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Teile des Ruhrgebiets finden sich nicht darauf. Das Ruhrgebiet scheidet den Angaben zufolge wegen der zahlreichen alten Bergwerke aus, die das Gebiet geologisch unsicher machen.

Die Liste ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Endlager. Bis 2031 soll sie weiter eingegrenzt werden, etwa aufgrund der oberirdischen Bebauung, und ein Standort festgelegt werden. Das Endlager soll 2050 dann den Betrieb aufnehmen.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up