June 24, 2020 / 8:49 AM / 18 days ago

Wirtschaft und Gewerkschaften begrüßen Ausbildungsprämie

A general view of the weekly cabinet meeting at the Chancellery, following the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Berlin, Germany June 10, 2020. REUTERS/Fabrizio Bensch/Pool

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will mit einem Schutzschirm im Volumen von 500 Millionen Euro die betriebliche Ausbildung auch in der Coronavirus-Krise sichern.

Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Ausbildungsprämie von 2000 oder 3000 Euro für Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die trotz Kurzarbeit oder Umsatzeinbruch ihre Lehrstellenzahl halten oder sogar erhöhen. Die Prämie soll je Lehrling gezahlt werden oder - wenn mehr ausgebildet wird - pro zusätzlichem Auszubildenden. Wirtschaft und Gewerkschaften begrüßten den Schutzschirm. Industrie, Handel und Handwerk verzeichneten je nach Region um bis zu 20 Prozent weniger neue Lehrverträge als im Vorjahr, erklärte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Der Schutzschirm komme gerade noch rechtzeitig vor dem Start des neuen Lehrjahres.

“Die geplanten Ausbildungsprämien bedeuten eine Anerkennung der Ausbildungsleistung gerade der kleineren Unternehmen in der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation”, sagte Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer. Je stärker Arbeitgeber mit eigener Ausbildung für qualifizierte Fachkräfte vorsorgten, “desto besser werden wir aus der Krise herauskommen und in der Zeit danach unsere Wettbewerbsstärke halten”. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erklärte, es werde in den Sommermonaten entscheidend sein, noch suchende Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen.

“Mit der Ausbildungsprämie machen wir deutlich: Wir kämpfen um jeden Ausbildungsplatz”, erklärte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dessen Ministerium zusammen mit Bildungs- und Wirtschaftsministerium die Eckpunkte ausgearbeitet hatte. Darin sind allein für die Ausbildungsprämie 280 Millionen Euro veranschlagt. Daneben sehen die Eckpunkte auch Hilfen vor, wenn Kurzarbeit für Lehrlinge vermieden wird oder wenn Auszubildende aus insolventen Betrieben übernommen werden. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte, die Corona-Pandemie dürfe nicht zu einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt werden. Die Auszubildenden von heute seien die Fachkräfte von morgen.

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