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Inlandsnachrichten

VDA kritisiert Erneuerbare-Energien-Ziel von Schulze als zu lasch

German Environment Minister Svenja Schulze gives a statement after publication of an interim report of German's Federal Company for Radioactive Waste Disposal (Bundesgesellschaft fuer Endlagerung, BGE), in Berlin, Germany, September 28, 2020. REUTERS/Annegret Hilse

Berlin (Reuters) - Die deutsche Autobranche hat das Ziel des Umweltministeriums für erneuerbare Energien bei Kraftstoffen als zu lasch kritisiert.

“Dieses Vorgehen ist nicht ambitioniert genug”, sagte am Donnerstag die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller. “Für einen wirksamen Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz muss viel stärker als bisher bei den Energieträgern, wie Kraftstoffen und Strom, angesetzt werden.” Der VDA fordere daher einen Anteil von mindestens 23 Prozent erneuerbarer Kraftstoffe und eine Mindestquote von fünf Prozent Wasserstoff bis 2030. Das Umweltministerium von Svenja Schulze (SPD) hatte das frühere Ziel von 14 Prozent verschärft. Dieses solle nun schon 2026 statt 2030 erreicht werden. Allerdings darf dafür - gemäß EU-Vorgaben - etwa der Einsatz von Ökostrom mehrfach angerechnet werden.

Der VDA fordert die 23 Prozent ganz ohne mehrfach Anrechnungen. Die Pläne des Umweltministeriums bildeten so keinerlei Anreize für Investitionen in erneuerbare Kraftstoffe, kritisierte Müller weiter.

Die Autobranche setzt zum einen auf Elektro-Autos. Zum anderen aber auch auf synthetische Treibstoffe, die letztlich über den Einsatz von Wind- oder Solar-Strom erzeugt werden. Damit könnten auch die Verbrenner-Motoren weiter betrieben werden.

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