May 19, 2020 / 11:08 AM / 9 days ago

Zulieferer Webasto - Auto-Kaufanreize schnell wieder zurückfahren

A view shows the headquarters of the German company Webasto, where four employees have tested positive for the coronavirus, in Stockdorf near Munich, Germany, January 29, 2020. REUTERS/Michael Dalder

München (Reuters) - Die politisch heiß diskutierten Kaufprämien für Autos sollen nach Ansicht des Autozulieferers Webasto nur für kurze Zeit gelten.

“Das kann nur ein Stimulus sein”, sagte Webasto-Chef Holger Engelmann am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Es gehe darum, das mangelnde Vertrauen der Verbraucher zu überbrücken. “Deshalb muss man die Zuschüsse schnell wieder abbauen”, sagte Engelmann. Den technologischen Wandel müsse die Autoindustrie selbst stemmen. Derzeit ist umstritten, ob der Kauf von Autos pauschal gefördert werden soll, um die Konjunktur anzukurbeln, oder ob nur neue, umweltfreundliche Technologien bezuschusst werden sollen.

Das Familienunternehmen aus Stockdorf bei München ist vor allem für Cabriodächer bekannt, versucht aber auch in den Markt für Batterien für Elektroautos vorzudringen. Webasto war in die Schlagzeilen geraten, weil eine Mitarbeiterin aus China das Coronavirus als erste nach Deutschland eingeschleppt und mehrere Kollegen damit angesteckt hatte. Die Verwaltung und Entwicklung war danach für zwei Wochen geschlossen worden. Das habe nicht zu Umsatzausfällen geführt, wohl aber die Schließung der Standorte in China infolge des Virus-Ausbruchs dort, sagte Engelmann.

Im ersten Quartal brach der Umsatz von Webasto um 18 Prozent ein, im operativen Geschäft (Ebit) rutschte das Unternehmen mit 40 (2019: plus 24) Millionen Euro in die roten Zahlen. Ob es am Ende des Jahres zu einem Gewinn reichen werde, ließ Engelmann offen. “Es wird kein gutes Jahr im Ergebnis für Webasto werden”, sagte er nur. “Der Höhepunkt der Krise ist noch nicht erreicht.” Webasto habe bis September in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. Im vergangenen Jahr war der Umsatz infolge der Übernahme eines Gemeinschaftsunternehmens in Südkorea um neun Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gestiegen, das Ebit brach aber wegen hoher Investitionen auf 107 (202) Millionen Euro ein.

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