August 2, 2017 / 11:06 AM / 2 years ago

Diesel-Nachfrage in Deutschland weiter im freien Fall

Covers for TDI diesel Volkswagen, Audi, SEAT and Skoda engines are seen in Jelah, Bosnia and Herzegovina, in this September 29, 2015 picture illustration. Volkswagen said on Tuesday it will repair up to 11 million vehicles and overhaul its namesake brand following the scandal over its rigging of emissions tests. The German carmaker said previously about 11 million vehicles were fitted with software capable of cheating emissions tests, including 5 million at its VW brand, 2.1 million at luxury brand Audi, 1.2 million at Skoda and 1.8 million light commercial vehicles. About 700,000 of the 11 million diesel engines involved in scandal were manufactured by the company's brand Seat, a spokesman for the Spanish unit said on Tuesday. Refitting 11 million cars would be among the biggest recalls in history by a single automaker. REUTERS/Dado Ruvic

Hamburg (Reuters) - Die Verbraucher in Deutschland schlagen einen großen Bogen um Dieselautos.

Im Juli schrumpften die Neuzulassungen von Selbstzündern um fast 13 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dagegen legten Verkäufe von Benzinern erneut deutlich zu. Ihr Anteil am Pkw-Markt liegt inzwischen bei 56 Prozent, während Dieselautos nur noch etwas mehr als 40 Prozent ausmachen. Vor der Diesel-Krise war es umgekehrt. Die Verunsicherung der Verbraucher wegen der Diskussion über Fahrverbote schlägt sich seit Monaten in sinkenden Verkaufszahlen nieder. Deshalb suchen die Bundes- und Landesregierungen zusammen mit den Herstellern auf dem Diesel-Gipfel in Berlin nach Wegen, um Einschränkungen zu vermeiden.

Experten rechnen jedoch damit, dass die Skepsis gegenüber dem Dieselantrieb vorerst bleiben wird. Die Zurückhaltung der Käufer werde so lange anhalten, bis zweifelsfrei geklärt sei, welche Zukunft der Diesel-Pkw in Deutschland habe, sagte Peter Fuß von der Beratungsfirma EY. “Erst wenn das Problem des im Realbetrieb zu hohen Schadstoffausstoßes nachhaltig und glaubhaft gelöst ist und Fahrverbote vom Tisch sind, wird sich die Nachfrage nach Diesel-Modellen stabilisieren.”

Insgesamt kletterten die Neuzulassungen aller Antriebsarten laut KBA im vergangenen Monat um 1,5 Prozent auf 283.000 Fahrzeuge. Während VW deutlich einbüßte, gewann Mercedes-Benz kräftig hinzu. Auch BMW setzte mehr von seinen Fahrzeuge ab, die VW-Tochter Audi trat dagegen beim Absatz auf der Stelle. Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Hybridwagen, die einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Batterieantrieb verbinden, legten zwar erneut zu. Ihr Anteil an den Neuzulassungen ist aber nach wie vor minimal. Insgesamt kamen in den ersten sieben Monaten des Jahres etwas mehr als zwei Millionen Neuwagen neu auf die Straßen (plus 2,9 Prozent), überwiegend solche mit Verbrennungsmotor.

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