June 26, 2018 / 6:06 AM / 24 days ago

Umweltbundesamt warnt vor Kältemittel in Pkw-Klimaanlagen

Frankfurt (Reuters) - Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor möglichen negativen Folgen der Verwendung des Kältemittels R1234yf in Klimaanlagen für die Trinkwassergewinnung.

A sticker showing a global-warming gas R134a is pictured under the engine bonnet of a Mercedes-Benz A-class car displayed in a dealership of German car manufacturer Daimler in Paris, July 30, 2013. France's move to outlaw sales of several Mercedes models for using an air-conditioner coolant banned by the European Union is not only stopping Parisian Daimler Mercedes agents delivering cars already on order, but is also scaring new clients away from their showrooms. The dispute centres on a German decision to let Daimler continue using R134a - a global-warming gas 1,400 times more potent than carbon dioxide - because of safety concerns about the replacement chemical R1234yf. REUTERS/Christian Hartmann (FRANCE - Tags: BUSINESS TRANSPORT)

“Wir beobachten mit Sorge den verstärkten Einsatz des Kältemittels R1234yf in Pkw-Klimaanlagen und auch in stationären Kälteanlagen”, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der “Frankfurter Rundschau” (Dienstagausgabe). Das sei problematisch, da diese Chemikalie und ihr Zerfallsprodukt Trifluoressigsäure (TFA) auch in die Umwelt gelangten und im Wasser schwer abbaubar sei. Sie halte daher einen “Verzicht auf fluorierte Kältemittel wie R1234yf für die richtige Antwort”. Die Autobauer sollten lieber auf CO2-Klimaanlagen umsteigen.

“Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Autoindustrie die schon mehrfach angekündigten und langfristig nachhaltigen CO2-Klimaanlagen nun auch in größeren Stückzahlen in weiteren Modellen anbietet”, sagte Krautzberger der Zeitung. Das Kältemittel R1234yf galt als umweltschonender als der Vorgänger R134a, das die EU verbot, weil es als Treibhausgas wirkt, wenn es in die Atmosphäre gelangt. Doch das neue Mittel könne das Trinkwasser belasten, sagte Krautzberger. “Aus dem Trinkwasser kann TFA mit den üblichen Aufbereitungsverfahren nicht entfernt werden, so dass weitere Einträge unbedingt vermieden werden müssen.”

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hatte als Alternative zu den herkömmlichen Kältemitteln CO2-Klimaanlagen entwickelt. Diese kommen aber nur in wenigen Modellen zum Einsatz.

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