September 10, 2019 / 3:14 PM / 6 days ago

Berater-Affäre bei der Bahn trifft auch Vorstand Huber

Member of the Management Board of Deutsche Bahn AG for Traffic Berthold Huber during the annual press conference in Berlin, Germany, March 23, 2017. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - In der Affäre um ungenehmigte Beraterverträge für Ex-Manager bei der Deutschen Bahn gerät auch ein aktiver Vorstand in den Fokus.

Personenverkehrsvorstand Berthold Huber haben einen Vertrag mit seinem Vorgänger Ulrich Homburg unterschrieben und nicht dem Aufsichtsrat vorgelegt, heißt es im Bericht des Rechts- und Compliance-Ausschusses des Konzern-Aufsichtsrats, der der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Huber habe damit pflichtwidrig gehandelt.

In Aufsichtsrats- und Unternehmenskreisen hieß es, dies sei auch ein Grund gewesen, warum Huber anders als vorgesehen künftig doch nicht für die Güterbahn DB Cargo zuständig werden solle. Darüber hätte der Aufsichtsrat in der nächsten Woche befinden sollen. Davon habe man nun wieder Abstand genommen. Ein Bahn-Sprecher erklärte, Huber wolle sich zu den Vorwürfen nicht äußern und verwies im übrigen auf die Aufsichtsratssitzung am 18. September.

Die Affäre um ungenehmigte Beraterverträge war im Frühjahr bekannt geworden, nach Angaben der Bahn waren sie der internen Revision aufgefallen. Der Aufsichtsrat hatte daraufhin beschlossen, die Verträge zurück bis zum Jahr 2010 zu untersuchen. Dafür wurde die Unternehmensberatung EY sowie die Kanzlei Rittershaus beauftragt. Auf dessen Basis fertigte der Rechts- und Compliance-Ausschuss jetzt seinen Abschlussbericht.

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