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Unternehmensnachrichten

Deutsche Bahn leitet Schlichtung mit Lokführergewerkschaft GDL ein

A logo of German railway Deutsche Bahn is pictured outside the railway station of the Cologne-Bonn Airport during the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Cologne, July 28, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay

Berlin (Reuters) - Die Deutsche Bahn will die Lokführergewerkschaft GDL mit Hilfe eines Schlichtungsverfahrens zu Zugeständnissen wegen der Kosten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bewegen.

Es sei bedauerlich, dass dieser Schritt nötig sei, teilte die Bahn am Mittwoch mit. Entgegen der konkurrierenden und größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die kürzlich einen neuen Tarifvertrag geschlossen hat, sagte GDL-Chef Claus Weselsky im September: “Wir haben gültige Tarifverträge bis Februar 2021 und sehen keinen Anlass, Abstriche beim Zugpersonal zuzulassen.”

Die Bahn ist hochverschuldet. Das Problem wird durch die Corona-Krise noch verschärft, die dem Unternehmen im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von 3,7 Milliarden Euro einbrockte.

Vor dem Hintergrund der ablehnenden Haltung der GDL kann die Bahn nach eigenen Angaben laut geltendem Tarifvertrag ein Schlichtungsverfahren einleiten. “Angesichts der größten Krise in der Unternehmensgeschichte ist es notwendig, dass wir auch mit der GDL ein Tarifpaket schließen und eine ökonomisch verantwortungsvolle, nachhaltige und sozial ausgewogene Lösung finden”, sagte Personalvorstand Martin Seiler und forderte Schnelligkeit. Im September hatte sich die DB mit der EVG auf ein Tarifpaket geeinigt, das betriebsbedingte Kündigungen bis Februar 2023 ausschließt.

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