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Unternehmensnachrichten

Lokführer-Gewerkschaft und Bahn steuern auf neuen Tarifkonflikt zu

A passenger enters a train during a strike by GDL train drivers union at the main train station in Munich, Germany, May 20, 2015. REUTERS/Michaela Rehle/File Photo

Berlin (Reuters) - Die Lokführer-Gewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn gehen erneut auf Konfrontationskurs.

Gewerkschaftschef Claus Weselsky lehnte am Donnerstag einen Beitrag des Zugpersonals zur Sanierung des auch durch die Corona-Krise angeschlagenen Staatskonzerns ab: “Wir haben gültige Tarifverträge bis Februar 2021 und sehen keinen Anlass, Abstriche beim Zugpersonal zuzulassen.” Er lehne daher Verhandlungen zu einem Sanierungstarifvertrag ab. Vergangene Woche hatten sich die konkurrierende und größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit der Bahn auf Eckpunkte für einen Tarifvertrag bis 2023 verständigt. Sie sehen im Kern moderate Lohnerhöhungen in Höhe der Inflationsrate vor. Im Gegenzug sagte die Bahn weitere Einstellungen und Investitionen zu. Der Konzern besteht auf einheitliche Verträge für die gesamte Belegschaft.

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hatte sich bereits dem “Bündnis für unsere Bahn” verweigert, das Gewerkschaft, Bahn und Politik zur Bewältigung der Unternehmenskrise geschlossen hatten. Die GDL verlangt zunächst grundlegende Reformen bei der mit 30 Milliarden Euro verschuldeten Bahn. “Wir werden alles tun, damit unsere Kollegen die falsche Struktur des DB-Konzerns und das Missmanagement des Vorstands nicht ausbaden müssen. Sie haben nämlich den systemrelevanten Schienenverkehr – Pandemie hin oder her – rund um die Uhr sicher und zuverlässig am Laufen gehalten”, sagte Weselsky. Es gebe keinen Grund, warum ausgerechnet das Zugpersonal den Gürtel enger schnallen sollte.

GDL und Bahn haben sich schon mehrfach Auseinandersetzung mit Streiks geliefert. Vor gut fünf Jahren hatten die Gewerkschaft mit flächendeckende Streiks große Teile des Bahnverkehrs lahmgelegt.

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