October 11, 2018 / 12:54 PM / 5 days ago

Bahn und Gewerkschaften streben zügige Tarif-Einigung an

Berlin (Reuters) - Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften peilen eine schnelle Einigung in der diesjährigen Tarifrunde an.

A Deutsche Bahn employee gestures before a train departure at the main train station in Munich, Germany May 5, 2015. A record-setting seven-day strike by the GDL union of train drivers began on Monday, the eighth in a series of walkouts over pay and working conditions, threatening commuter chaos and disruption to vital supply chains. REUTERS/Michaela Rehle

“Wir wollen ein zügiges Ergebnis erzielen. Und ich habe den Eindruck, dass auch alle Beteiligten an einem konstruktiven Ergebnis interessiert sind”, sagte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler zu Beginn der ersten Gesprächsrunde mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Donnerstag. EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sprach von einer Verständigung noch dieses Jahr. “Das ist ein ambitioniertes Ziel, aus unserer Sicht aber machbar”, erklärte sie. Am Freitag starten dann auch die Gespräche zwischen Bahn und Lokführer-Gewerkschaft GDL. GDL-Chef Claus Weselsky zeigte sich ebenfalls an einer zügigen Lösung interessiert: “Wir sind nicht auf Krawall gebürstet”, sagte er im Deutschlandfunk.

Beide Arbeitnehmervertretungen fordern 7,5 Prozent mehr Lohn, wobei die GDL dies für zwei Jahre anstrebt, während die EVG die Laufzeit offen gelassen hat. Zudem verlangen die Arbeitnehmervertreter für rund 160.000 Beschäftigte in Deutschland zahlreiche Verbesserungen bei Urlaubs- und Arbeitszeiten sowie der betrieblichen Altersvorsorge. Ziel der Bahn ist es, mit EVG und GDL vergleichbare Abschlüsse zu erzielen.

Der Staatskonzern ist in einer schwierigen Situation: Auf der einen Seite sinken die Gewinne, auf der anderen steigen die Schulden in Richtung eines Rekordniveaus von rund 20 Milliarden Euro. Pünktlichkeit und Service lassen auch nach Einschätzung der Bahn zu wünschen übrig. Zugleich sucht das Unternehmen neue Mitarbeiter und will alleine dieses Jahr 20.000 Personen einstellen. Vor allem aus Altersgründen werden in den nächsten zehn Jahren die Hälfte der Beschäftigten ausscheiden.

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