December 21, 2018 / 11:13 AM / 3 months ago

Eisenbahntransport-Geschäft der DVB Bank geht an Helaba

The logo for Landesbank Hessen-Thüringen Helaba is seen at the SIBOS banking and financial conference in Toronto, Ontario, Canada October 19, 2017. Picture taken October 19, 2017. REUTERS/Chris Helgren

Frankfurt (Reuters) - Die zum DZ Bank-Konzern gehörende DVB Bank verkauft ihr Finanzierungsgeschäft für Lokomotiven, Güterwaggons und andere Schienen-Transportmittel an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten DVB und Helaba am Freitag in Frankfurt mit. Das Kreditbuch der DVB Land Transport hatte Mitte des Jahres bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Bei ähnlichen Transaktionen hatten die Erwerber in der Vergangenheit in der Regel einen kleinen Aufschlag auf den Wert des Kreditbuches gezahlt. Der Deal soll im ersten Halbjahr 2019 vollzogen werden.

Die DZ Bank, das Zentralinstitut der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, will sich von ihrer wegen fauler Schiffskredite kriselnden Tochter DVB trennen. Deshalb hat sie deren drei Teile, die Schiffsfinanzierung, die Luftfahrtfinanzierung und das Eisenbahnportfolio zum Verkauf gestellt. Insidern zufolge liegt die japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group im Rennen um die zum Verkauf stehenden Teile des Luftfahrt-Portfolios vorne.

Nach dem Verkauf der Luftfahrt- und Eisenbahnportfolien will sich die DZ Bank um die Veräußerung der Schiffskredite kümmern. Wegen eines Bergs an faulen Schiffskrediten hatte die DVB 2017 einen Verlust von 774 Millionen Euro verbucht. Die DZ Bank zog daraufhin die Reißleine. Nachdem sie nur unattraktive Offerten für den gesamten Schiffs- und Flugzeugfinanzierer erhielt, will sie sich nun von einzelnen Portfolien trennen.

Die DVB hatte per Ende Juni Kredite im Gesamtvolumen von 18,3 Milliarden Euro vergeben, davon 7,2 Milliarden an die Schiffsbranche. An die Luftfahrtbranche hatte sie 5,4 Milliarden Euro verliehen, an die Eisenbahnbranche 1,4 Milliarden und 200 Millionen im Bereich Investment Management. Die restlichen 4,1 Milliarden bestehen im Wesentlichen aus faulen Schiffskrediten.

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