July 21, 2020 / 1:26 PM / 20 days ago

Deutsche Geldhäuser müssen höhere Bankenabgabe berappen

The skyline with its banking district is photographed during sunset, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Frankfurt, Germany, April 28, 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Die deutschen Banken müssen mehr Geld in den Topf zur Rettung kriselnder Geldhäuser einzahlen.

Die Bankenabgabe steige in diesem Jahr auf 2,23 (Vorjahr: zwei) Milliarden Euro, teilte die Finanzaufsicht BaFin am Dienstag mit. Die Kreditinstitute hatten in der Corona-Krise dagegen eine Aussetzung der Abgabe gefordert. Der Privatbanken-Verband BdB hatte im Frühjahr argumentiert, die Institute könnten den so gewonnenen Spielraum für die Unterstützung von Unternehmen und Haushalten nutzen. Die Aufseher haben den Banken in der Corona-Krise allerdings bereits zahlreiche Erleichterungen gewährt, damit diese die Kreditvergabe am Laufen halten. So wurden etwa die Kapitalanforderungen gelockert.

Die Bankenabgabe fließt seit 2015 in einen europäischen Fonds, der von der Abwicklungsbehörde der EU (SRB) in Brüssel verwaltet wird. Dieser ist nun rund 42 Milliarden Euro groß, nachdem die Geldhäuser der EU-Mitgliedsstaaten 2020 rund neun Milliarden Euro an Bankenabgaben an den Fonds abgeführt haben. Bis Ende 2023 soll der sogenannte Single Resolution Fonds (SRF) nach früheren Angaben ein Volumen von rund 60 Milliarden Euro erreichen.

Wie hoch die Bankenabgabe für jedes Haus ausfällt, richtet sich nach seiner Bilanzsumme und dem Risiko, das mit seinem Geschäft verbunden ist. Auch 2020 entfällt der Löwenanteil mit 1,34 Milliarden Euro auf Großbanken und Regionalbanken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank.

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