October 26, 2018 / 6:09 AM / 20 days ago

Gewinnrückgang bei BASF - Auch Niedrigwasser im Rhein belastet

FILE PHOTO: A truck driver walks along a BASF sign on the road near the warehouse of German chemical company BASF in Ludwigshafen, April 23, 2015. REUTERS/Ralph Orlowski/File Photo

Frankfurt (Reuters) - Schwächen im Geschäft mit Basischemikalien haben BASF im dritten Quartal zugesetzt.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern am Freitag mitteilte. Der Umsatz lag bei 15,6 Milliarden Euro, ein Plus von acht Prozent. Dabei profitierte BASF vor allem von höheren Preisen. Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,2 Milliarden Euro, ein Minus von zehn Prozent. Im Geschäft mit Basischemikalien leidet BASF unter einem rückläufigen Absatz und niedrigeren Preisen bei den Kunststoffvorprodukten MDI und TDI sowie höheren Kosten. Daneben kämpft der Konzern aber auch mit dem niedrigen Wasserstand des Rheins.

“Über das gesamte dritte Quartal hat uns dies zu schaffen gemacht und zu Produktionseinschränkungen und höheren Transportkosten geführt”, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. BASF hatte schon Sommer erklärt, wegen der andauernden hohen Temperaturen und des Niedrigwassers im Rhein die Produktion und Logistik im Stammwerk Ludwigshafen anpassen zu müssen. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen die Prognosen und geht unverändert von einem leichten Umsatzwachstum aus. Der bereinigte Betriebsgewinn soll leicht unter dem Vorjahresniveau von 7,6 Milliarden Euro liegen.

“Die Herausforderungen im makroökonomischen Umfeld nehmen zu. Das lässt sich auch an unseren Ergebnissen dieses dritten Quartals 2018 ablesen”, erklärte Brudermüller. Im vergangenen Jahresviertel habe sich die Industrieproduktion vor allem wegen der Automobilbranche schwächer als erwartet entwickelt. Dabei habe sich in Europa die Einführung neuer Emissionsstandards ausgewirkt. Daneben hinterlasse der Handelskonflikt zwischen den USA und China Spuren. Sie führten zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, besonders in China.

Im Ausblick ist wie angekündigt die Öl- und Gastochter Wintershall nicht mehr enthalten, die mit dem Wettbewerber Dea verschmolzen werden soll und nun als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen wird. Mit der Tochter hatte BASF eigentlich für dieses Jahr einen leichten Anstieg des bereinigten Ergebnisses in Aussicht gestellt.

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