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Unternehmensnachrichten

Bayer macht Fortschritte bei Glyphosat-Vergleich - CEO-Vertrag verlängert

A logo of Bayer AG is pictured at the so called 'Chempark', the main plant and headquarters of German pharmaceutical and chemical maker Bayer AG in Leverkusen, Germany, July 3, 2019. REUTERS/Thilo Schmuelgen

Frankfurt (Reuters) - Bayer kommt nach Schwierigkeiten bei einem wichtigen Teil seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets in den USA bei den Verhandlungen wieder voran.

Der Konzern habe mit den Klägeranwälten Fortschritte bei einem überarbeiteten Konzept erzielt, bei dem es um die Handhabung und Beilegung möglicher künftiger Klagen wegen des Unkrautvernichters geht. Die Details des überarbeiteten Konzepts sollen in den kommenden Wochen finalisiert werden, teilte Bayer am Donnerstagabend mit. Das Unternehmen wolle nun nun den Abschluss der Ende Juni verkündeten vorläufigen Vereinbarungen beschleunigen, um aktuelle Klagen und Ansprüche beizulegen.

Der Vorschlag zum Umgang mit möglichen künftigen Klagen stand auf der Kippe, nachdem der zuständige US-Bezirksrichter Vince Chhabria daran Zweifel geäußert hatte. Die Vereinbarung sah unter anderem die Einrichtung eines unabhängigen Wissenschaftsgremiums vor, das entscheiden sollte, ob und zu welchen Mengen der gyphosathaltige Unkrautvernichter Roundup - der seit der Übernahme von Monsanto zur Bayer-Produktpalette gehört - Krebs verursacht. Bayer zog darauf Anfang Juli seinen Antrag auf vorläufige Genehmigung dieser Vereinbarung zurück.

Der Umgang mit künftigen Glyphosat-Klagen ist ein entscheidender Bestandteil der Vergleichsvereinbarungen. Im Rechtsstreit wegen des angeblich krebserregenden Unkrautvernichters Roundup hatte sich das Unternehmen Ende Juni mit einem Großteil der Kläger geeinigt. Für den Vergleich und mögliche künftige Fälle werden insgesamt bis zu 10,9 Milliarden Dollar fällig. Für die Vereinbarung für mögliche künftige Klagen sind innerhalb des Vergleichspakets 1,25 Milliarden Dollar reserviert.

Die belastende Klagewelle hatte sich Bayer mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto eingehandelt. Im vergangenen Jahr hatten Anleger Vorstandschef Werner Baumann auf der Hauptversammlung einen Denkzettel verpasst und nicht entlastet. Der Aufsichtsrat stellte sich aber stets hinter den Vorstand. Am Donnerstagabend gab er bekannt, den zur Hauptversammlung 2021 auslaufenden Vertrag mit Baumann einstimmig bis zum 30. April 2024 verlängert zu haben. Allerdings wurde er - auf Wunsch von Baumann - nicht um die maximal möglichen vier Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat komme damit seiner “persönlichen Lebensplanung” entgegen, erklärte der 57-jährige.

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