November 14, 2019 / 9:14 AM / 22 days ago

BayernLB will nach Gewinneinbruch die Kosten drücken

Employees of the Bavarian public sector bank BayernLB are silhouetted as they walk near the bank's logo at the BayernLB headquarters in Munich July 2, 2012. REUTERS/Michaela Rehle/File Photo

Frankfurt (Reuters) - Die BayernLB hat in den ersten neun Monaten des Jahres wegen gestiegener Kosten und einer höheren Risikovorsorge einen Gewinneinbruch erlitten.

Das Vorsteuerergebnis fiel um fast 40 Prozent auf 433 Millionen Euro, wie die Landesbank am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis von 394 (Vorjahr: 564) Millionen Euro. Wegen der ungünstigen Kosten- und Ertragsentwicklung und des anhaltend schwierigen Marktumfelds werde die BayernLB im kommenden Jahr die Kosten zusätzlich senken. “Wir erwarten 2019 weiterhin ein Vorsteuerergebnis in der Spanne von 400 bis 600 Millionen Euro”, bekräftigte Finanzchef Markus Wiegelmann die Prognose. “In einem Jahr, in dem der Druck durch die lockere Geldpolitik der EZB zugenommen hat, und wir unser Geschäft neu ausrichten, wären wir auch mit einem Ergebnis zufrieden, das nicht am oberen Rand dieser Bandbreite liegt”, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Der seit dem Sommer amtierende Vorstandschef Stephan Winkelmeier arbeitet derzeit an einer neuen Strategie für die nach der LBBW zweitgrößte deutsche Landesbank. Als ersten Schritt hat er bereits das Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft zusammengelegt. “Auf der einen Seite werden wir uns im Kapitalmarktgeschäft stärker fokussieren”, kündigte Winkelmeier am Donnerstag an. “Auf der anderen Seite werden wir die Wachstumschancen nutzen, die sich bei unseren Ergebnistreibern, vor allem also bei der DKB und im gewerblichen Immobiliengeschäft, bieten.”

Bei der DKB, der mit 4,2 Millionen Kunden nach der ING zweitgrößten Direktbank in Deutschland, will die BayernLB weiter in das digitale Produktangebot investieren, wie Wiegelmann sagte. “Auch im Immobiliengeschäft wollen wir moderat weiter wachsen.” Dagegen muss sich das fusionierte Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft auf Kürzungen einstellen. “Im Kapitalmarktgeschäft haben wir noch ein sehr breites Angebot an Produkten.” Hier wolle sich die BayernLB auf stark nachgefragte und nachhaltig profitable Produkte konzentrieren, die Kosteneffizienz der Sparte solle deutlich steigen.

In den ersten neun Monaten konnte die BayernLB dank des brummenden Immobiliengeschäfts den Zinsüberschuss trotz der niedrigen Zinsen um 0,8 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro steigern. Zugleich musste der Konzern acht Millionen Euro Risikovorsorge bilden, während er im Vorjahr 122 Millionen Euro an Risikovorsorge auflösen konnte. Die Tochter DKB steuerte mit einem Vorsteuerergebnis von 241 (Vorjahr: 292) Millionen Euro mehr als die Hälfte zum Konzernergebnis bei.

Die Verwaltungskosten der BayernLB stiegen wegen Investitionen in den Vertrieb und die Digitalisierung sowie höherer Bankenabgaben um fast zehn Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Die Kosten-Ertrags-Quote verschlechterte sich auf 65,3 (Vorjahr: 58,7) Prozent und lag am oberen Ende der Zielbandbreite. “Mittelfristig streben wir ein deutlich geringeres Niveau an”, sagte Wiegelmann.

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