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OECD-Studie - Deutsche Jugendliche werden zunehmend dicker
18. Mai 2017 / 11:05 / in 6 Monaten

OECD-Studie - Deutsche Jugendliche werden zunehmend dicker

Berlin (Reuters) - Die Menschen in OECD-Ländern werden immer dicker.

The legs of women are pictured as they walk along a street in Paris, France, October 14, 2015. Worldwide obesity has more than doubled since 1980, Worldwide Health Organization said in its January report. In 2014, more than 1.9 billion adults, 18 years and older, were overweight. Of these over 600 million were obese. REUTERS/Jacky Naegelen

Im Schnitt leide mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind unter Übergewicht oder Fettleibigkeit, geht aus einer Studie der Industriestaaten-Organisation am Donnerstag hervor. In den vergangen fünf Jahren hat der Anteil Fettleibiger weiter zugenommen, auch wenn sich die Dynamik etwas abgeschwächt habe. Auch bei Jugendlichen sei dies mehr und mehr ein Problem. So sei in 29 OECD-Ländern der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/02 und 2013/14 von 12 auf 15,5 Prozent gestiegen. “Deutschland liegt hier ungefähr im OECD-Schnitt, der Anteil Übergewichtiger wächst aber schneller.” Er sei im gleichen Zeitraum von 11 auf 16 Prozent gestiegen.

Besonders groß ist das Problem in den USA, Mexiko, Neuseeland und Ungarn. In allen vier Ländern gelten mehr als 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als fettleibig. In Japan und Korea sind es dagegen nur 3,7 und 5,3 Prozent. In Deutschland liegt der Anteil bei 23,6 Prozent (2012) und damit über dem OECD-Durchschnitt von 19,5 Prozent. Als fettleibig gilt, wer einen sogenannten Body Mass Index (BMI) von über 30 aufweist, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Bei einem BMI von 25-30 spricht man demnach von Übergewicht. 

Die Studie zeigt auch wie Regierungen Verbraucher wirksam bei einer gesunden Lebensführung unterstützen können. Als erfolgreich hätten sich hier Etiketten zur Kennzeichnung von Inhaltsstoffen zusammen mit digitalen Aufklärungskampagnen erwiesen. In Chile, Island, Irland oder Mexiko werde zudem Werbung für ungesunde Nahrungsmittel oder stark zuckerhaltige Getränke gesetzlich eingeschränkt.

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