March 30, 2015 / 1:48 PM / in 4 years

Berliner Sparkasse stellt sich auf Verlustjahr ein

A Sparkasse sign is seen on the facade of a branch Sparkasse bank in Berlin June 21, 2013. Picture taken June 21, 2013. REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY - Tags: BUSINESS LOGO)

Frankfurt (Reuters) - Ein Mini-Gewinn 2014 sorgt bei der Berliner Sparkasse nicht für Überschwang - im Gegenteil: Das Institut stellt sich in diesem Jahr auf rote Zahlen ein.

Die anhaltende Zinsflaute, die verschärften regulatorischen Anforderungen und der Konzernumbau dürften zu einem negativen Vorsteuerergebnis führen, sagte Vorstandschef Johannes Evers am Montag auf der Bilanzpressekonferenz in Berlin. “Das Umfeld ist unverändert schwierig, der Wettbewerb ist intensiv und das andauernde Niedrigzinsumfeld wird uns viel abverlangen. Darauf stellen wir uns ein.” Im Kundengeschäft fasse die frühere Landesbank Berlin[BEBGL.UL] (LBB) aber zunehmend Tritt.

Unter dem Druck der öffentlichen Eigner ist das Institut zur reinen Hauptstadtsparkasse geschrumpft und konzentriert sich auf das regionale Geschäft. Das Fondsgeschäft und Teile des Kapitalmarktgeschäfts wurden an die Dekabank[DSUGUD.UL] angedockt. Die überregionale gewerbliche Immobilienfinanzierung wiederum läuft über die Berlin Hyp[BHHGB.UL], die sich von einer LBB-Tochter zur eigenständigen Schwester der Berliner Sparkasse gemausert hat.[ID:nL6N0WK2HW] Evers zog eine positive Bilanz der Neuaufstellung: “Die Hälfte des Weges haben wir geschafft.”

Wegen des Konzernumbaus sah die Mittelfristplanung eigentlich keinen Gewinn für die nächsten Jahre vor. Dennoch schaffte die Berliner Sparkasse 2014 schwarze Zahlen, wie Reuters Mitte März aus Finanzkreisen erfahren hatte.[ID:nL6N0WM3RE] Das wurde nun bestätigt. So lag das Vorsteuerergebnis nach dem deutschen Bilanzstandard HGB bei 56 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 191 Millionen zu Buche gestanden hatte. Unter dem Strich blieb allerdings nur ein ausgeglichenes Ergebnis, weil die Berliner noch die stille Einlage für die Eigner mit 47 Millionen Euro auffüllen mussten.

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