November 8, 2018 / 4:57 PM / in 9 days

Mindestvergütung und "Berufsbachelor" soll Azubis anlocken

Anja Karliczek poses before a Christian Democratic Union (CDU) party congress in Berlin, Germany, February 26, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will den Facharbeitermangel mit einer attraktiveren Berufsausbildung bekämpfen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek kündigte am Donnerstag in Berlin die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung an. Im ersten Lehrjahr solle den Auszubildenden (Azubi) 504 Euro pro Monat zustehen, sagte die CDU-Politikerin laut Redemanuskript bei einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Im zweiten Jahr solle die Mindestvergütung um fünf Prozent steigen, im dritten um zehn Prozent und im vierten um 15 Prozent.

Zudem will die Ministerin die rund 300 Ausbildungsberufe formal an die universitäre Bildung heranrücken. Dafür solle Schluss gemacht werden mit Bezeichnungen in der Berufsausbildung wie Facharbeiter, Fachkraft oder Fachberater. Stattdessen sollen drei Fortbildungsstufen eingeführt werden: Berufsspezialist, Berufsbachelor und Berufsmaster.

Immer noch glaubten zu viele Eltern und Jugendliche, eine akademische Ausbildung sei besser als eine Berufsausbildung, sagte Karliczek. “Wir brauchen deshalb ein neues Bewusstsein für die exzellenten Perspektiven, die in der beruflichen Bildung stecken.” Nach einer Studie verschärft der Trend zu höherer Bildung den Facharbeitermangel.

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