February 20, 2010 / 10:13 AM / in 9 years

Bilfinger überprüft nach Kölner U-Bahn auch andere Bauprojekte

Firmenlogo an einer Baustelle in Köln am 18. Februar 2010. REUTERS/Ina Fassbender

Frankfurt (Reuters) - Wegen der Baumängel in der Kölner U-Bahn will der Baukonzern Bilfinger Berger nun auch andere Projekte unter die Lupe nehmen.

So werde ebenfalls die ICE-Trasse zwischen Nürnberg und München überprüft, kündigte das Mannheimer Unternehmen am Freitagabend an. Anlass ist demnach eine Mitteilung der Kölner Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass im Fall der ICE-Trasse Protokolle über den Einbau von sogenannten Erdankern fehlerhaft seien, erläuterte ein Firmensprecher. Diese Anker dienen der Stabilisierung von Wänden.

Vorstandschef Herbert Bodner hatte am Donnerstag eingeräumt, dass beim Bau von Kölner U-Bahn-Schächten nicht genügend Eisenbügel verwendet wurden. Einsturzgefahr bestehe jedoch nicht. “Wir wollen sicherstellen, dass alle Projekte, in denen ähnliche Technologien verwendet wurden, korrekt ausgeführt worden sind”, erklärte er nun.

Bilfinger Berger ist federführend in dem Konsortium zum Bau der Kölner U-Bahn, an dem auch die niederländische Royal BAM Groep und die Tochter Züblin der österreichischen Strabag beteiligt sind. Das Projekt war in die Schlagzeilen geraten, nachdem im März 2009 das Kölner Stadtarchiv eingestürzt war. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte im Sommer einen Zusammenhang mit dem U-Bahn-Bau hergestellt.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below