May 23, 2019 / 6:32 AM / 3 months ago

Konsumboom lässt deutsche Wirtschaft deutlich wachsen

Containers and cars are loaded on freight trains at the railroad shunting yard in Maschen near Hamburg September 23, 2012. Germany's relative resilience to the euro zone crisis has been steadily fraying as its firms see falling demand for their products from key European partners and signs of a slowdown in other markets. The Munich-based Ifo institute said on Monday its business climate index, based on a monthly survey of some 7,000 firms, fell to 101.4 in September from 102.3 in August, defying expectations for a slight rise. Picture taken September 23. REUTERS/Fabian Bimmer (GERMANY - Tags: BUSINESS MARITIME)

Berlin (Reuters) - Der stärkste Anstieg der privaten Konsumausgaben seit rund acht Jahren hat die deutsche Wirtschaft auf den Wachstumspfad zurückgebracht.

Das Bruttoinlandsprodukt legte im ersten Quartal um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung bestätigte. In der zweiten Jahreshälfte 2018 war der Aufschwung zum Stillstand gekommen: Im dritten Quartal schrumpfte Europas größte Volkswirtschaft um 0,2 Prozent, ehe sie im Schlussvierteljahr stagnierte.

Dass die Schwächephase nun überwunden wurde, liegt vor allem an der robusten Binnenkonjunktur. So legte der Konsum angesichts von Rekordbeschäftigung und höheren Löhnen um 1,2 Prozent zu. “Einen ähnlich starken Anstieg der privaten Konsumausgaben gab es zuletzt 2011”, erklärten die Statistiker. Die staatlichen Konsumausgaben sanken hingegen um 0,3 Prozent. In Ausrüstungen wie Maschinen investierten die Unternehmen 1,2 Prozent mehr. Die Bauinvestitionen zogen sogar um 1,9 Prozent an. “Die Nachfrage aus dem Ausland ist ebenfalls gestiegen”, hieß es. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen wuchsen um 1,0 Prozent, die Importe um 0,7 Prozent.

NEUE FLAUTE IN SICHT?

Experten befürchten allerdings, dass der Aufschwung bereits im laufenden Frühjahrsquartal wieder merklich an Tempo verlieren könnte. “So erfreulich die Rückkehr des Wachstums zu Jahresbeginn auch ist, eine überzeugende Trendwende zum Besseren markiert sie nicht”, sagte der Ökonom Klaus Borger von der Förderbank KfW. “Bereits für das laufende zweite Quartal ist ein Rückschlag zu erwarten, der Zuwachs dürfte kaum über 0,1 Prozent hinauskommen.” Dafür spreche die anhaltende Schwäche der Industrie, deren Ende angesichts der Auftragseinbrüche im ersten Quartal nicht in Sicht sei. “Höhere Ölpreise könnten zudem die derzeitige Stärke der Inlandsnachfrage untergraben, was den Konsum möglicherweise dämpfen und zusätzlichen Druck auf die Gewinnmargen der Unternehmen ausüben könnte”, betonte der Deutschland-Chefvolkswirt von ING, Carsten Brzeski.

Ein Grund dafür ist die schwächelnde Weltkonjunktur und Risiken wie der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Bundesregierung und EU-Kommission rechnen für das Gesamtjahr 2019 jeweils nur mit einem deutschen BIP-Anstieg von 0,5 Prozent, nachdem es 2018 noch zu 1,4 Prozent gereicht hatte.

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