March 18, 2009 / 11:49 AM / 11 years ago

BMW und Daimler sparen bei gemeinsamem Einkauf bis zu 15 Prozent

München, 18. Mär (Reuters) - Durch ihre Einkaufskooperation sparen die Autobauer BMW(BMWG.DE) und Daimler(DAIGn.DE) ordentlich Geld. Die Kostenvorteile beim Materialeinkauf beliefen sich auf acht bis 15 Prozent, sagte Einkaufschef Herbert Diess am Dienstagabend in München. Konkreter wollte er das Volumen nicht beziffern. Die beiden Konkurrenten hatten sich vor rund einem halben Jahr zusammengetan, um ihre Schlagkraft gegenüber den Zulieferern zu vergrößern. Momentan geht es laut Diess lediglich um den Einkauf einer zweistelligen Zahl von Komponenten - bei rund 10.000 Teilen insgesamt in einem Auto. Die Zusammenarbeit soll aber schrittweise ausgebaut werden.

Üblicherweise werden in der Branche jährliche Preiszugeständnisse von zwei bis drei Prozent verlangt. Allerdings könnten die Lieferanten bei höheren Volumina auch ihre Produktivität steigern, sagte der Einkaufschef. Viele Zulieferer hätten in der Vergangenheit mit Bestellungen von BMW höhere Margen erzielt als mit denen anderer Hersteller. Diese “Quersubventionierung” der Wettbewerber solle beendet werden.

Vorwürfe von Seiten der Zulieferbranche hält der Einkaufsvorstand nur in manchen Fällen für nachvollziehbar. Viele Unternehmen erzielten dank ihres Produktportfolios und breiter internationaler Aufstellung weit höhere Margen als die Autobauer selbst. Andere hätten aber Finanzierungsprobleme. Wichtigen Zulieferern helfe BMW aus Notsituationen, in Einzelfällen auch mit Geld, sagte Diess. Die Unterstützung müsse aber jeweils individuell ausgehandelt werden. BMW hilft beispielsweise den insolventen Firmen Stankiewicz und Edscha.

Konzernchef Norbert Reithofer sagte am Mittwoch, BMW und Daimler würden ihre Kooperation Schritt für Schritt ausbauen und “sukzessive mehr Teile und Komponenten gemeinsam einkaufen”. So werde das Unternehmen sein für 2012 anvisiertes Sparziel von vier Milliarden Euro bei den Materialkosten “deutlich übertreffen”. Weder Reithofer noch Diess nannten eine Größenordnung. Der Vorstandschef betonte, BMW werde bei allen Kooperationen seine Unabhängigkeit bewahren. Er könne sich aber weitgehendere Kooperationen vorstellen als in der Vergangenheit.

Reporter: Irene Preisinger; redigiert von Kerstin Leitel

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