January 8, 2020 / 12:30 PM / 6 months ago

BMW verkauft mehr Autos - Auch 2020 Rekordabsatz geplant

The logo of German car manufacturer BMW is seen on the company headquarters in Munich, Germany, December 5, 2019. REUTERS/Andreas Gebert

München (Reuters) - Das boomende Geschäft mit SUVs hat BMW im vergangenen Jahr zu einem weiteren Absatzrekord verholfen.

Die Zahl der verkauften Autos stieg auf 2,52 Millionen, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs von 1,2 Prozent. “Wir blicken mit Zuversicht auf das neue Jahr und streben 2020 erneut einen Absatzzuwachs an”, erklärte Vertriebsvorstand Pieter Nota. Neben zweistelligen Wachstumsraten mit Stadtgeländewagen hatte zuletzt auch der Verkauf elektrischer Autos den Absatz gefördert. Aktuelle Details will BMW erst am Freitag veröffentlichen.

Der Münchner Konzern wetteifert mit Daimler um die Führungsrolle im Oberklassesegment. Nota wertete die Summe von 2,52 Millionen Autos der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini als Beleg dafür, dass der Konzern “weiterhin der weltweit führende Premiumhersteller” sei. Dagegen hatte Daimler-Chef Ola Källenius in dieser Woche auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas den Anspruch erhoben, “die Marke Nummer eins in unserem Segment” zu führen. Dies traf bisher im Vergleich der Kernmarken BMW und Mercedes-Benz zu - ohne die Daimler-Marke Smart.

Die Verkaufszahlen von Daimler wie auch von Audi werden in den kommenden Tagen erwartet. Audi dürfte im abgelaufenen Jahr auf dem dritten Platz gelandet sein. Die Volkswagen-Tochter war bis Ende November deutlich abgeschlagen und hatte für das Gesamtjahr 2019 ein leichtes Absatzwachstum angekündigt. Nach elf Monaten lag Audi mit weltweit 1,67 Millionen verkauften Autos hinter den Marken BMW mit 1,97 Millionen und Mercedes-Benz mit 2,13 Millionen.

Trotz weltweiten Wachstums im Premiumsegment, besonders in China, treten die Oberklassehersteller ähnlich wie andere Autobauer auf die Kostenbremse. Während Audi und Daimler tausende Arbeitsplätze abbauen, kürzt BMW die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter, will aber ohne tiefe Einschnitte beim Personal auskommen. Mit den Einsparungen sollen unter anderem Investitionen in die Entwicklung von Elektroautos finanziert werden.

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