March 18, 2020 / 7:54 AM / 11 days ago

BMW fährt Produktion herunter und erwartet 2020 Gewinnrückgang

The logo of BMW is pictured on a car during the 88th Geneva International Motor Show in Geneva, Switzerland, March 7, 2018. REUTERS/Denis Balibouse

München (Reuters) - BMW fährt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion herunter und erwartet im laufenden Jahr einen deutlichen Rückgang von Absatz und Gewinn.

“Der absehbaren Entwicklung der Nachfrage auf den weltweiten Automobilmärkten begegnet die BMW Group mit einer frühzeitigen Anpassung ihrer Produktion”, teilte der Autobauer am Mittwoch mit.

Aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Virus und der Eindämmungsmaßnahmen erwarte BMW, dass in allen wesentlichen Märkten die Nachfrage erheblich beeinträchtigt werde. Der Autoabsatz des Konzerns dürfte deswegen im laufenden Jahr deutlich unter Vorjahresniveau liegen. BMW erwarte im Autogeschäft eine Ebit-Marge zwischen zwei und vier Prozent nach 4,9 Prozent im vergangenen Jahr. Mit einer Ergebnisbelastung werde vor allem im ersten Halbjahr gerechnet. Deswegen werde der Vorsteuergewinn des Konzerns gegenüber 2019 deutlich zurückgehen.

Das Ausmaß der eigenen Produktionsanpassung nannte der Auotobauer zunächst nicht. Vorstandschef Oliver Zipse will sich am Vormittag auf der Online-Bilanzpressekonferenz äußern. BMW will auch eigene betriebliche Vereinbarungen zur Kurzarbeit nutzen. “Diese regelt, dass das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus beträgt”, erklärte Betriebsratschef Manfred Schoch. Weitere Instrumente seien die Nutzung von Arbeitszeitkonten und Möglichkeit zur Heimarbeit.

Zipse erklärte, BMW wolle die Balance zwischen Gesundheit der Mitarbeiter und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens wahren. “Denn es gibt eine Zeit während Corona und eine Zeit nach Corona.”

BMW hatte bereits in der vergangenen Woche wesentliche Zahlen des vergangenen Jahres vorgelegt. Den Gewinneinbruch um 29 Prozent auf fünf Milliarden Euro dämpfte der Konzern dank Zuwächsen im zweiten Halbjahr. Andere Autokonzerne wie Volkswagen und Daimler unterbrechen wegen der Coronavirus-Pandemie einen Großteil ihrer Produktion in Europa.

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