April 24, 2020 / 11:29 AM / a month ago

BMW will Produktion bis Mitte Mai schrittweise hochfahren

FILE PHOTO: The logo of German car manufacturer BMW is seen on the company headquarters in Munich, Germany, December 5, 2019. REUTERS/Andreas Gebert/File Photo

München (Reuters) - Nach Volkswagen und Daimler plant nun auch der dritte große deutsche Autobauer BMW die Wiederaufnahme seiner Produktion in Europa.

Vom kommenden Montag an bis in die zweite Maihälfte hinein sollen sukzessive die Motoren- und Automobilwerke in Deutschland und Großbritannien sowie in den USA, Mexiko und Südafrika starten, wie BMW am Freitag mitteilte. Damit hätte der Konzern in diesem Jahr Produktionsausfälle von bis zu zwei Monaten zu verkraften. BMW hatte erste Fertigungsstopps in Europa am 18. März angekündigt und in Deutschland 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

“Die genauen Termine des Wiederanlaufs orientieren sich an der Entwicklung in den Märkten und der Kundennachfrage”, erklärte ein Sprecher. Neben ersten positiven Entwicklungen vor allem in Asien gebe es in zahlreichen Märkten Unsicherheiten, beispielsweise durch wiederholte Änderungen der Öffnungsregelungen für Autohändler. Im engen Austausch mit den Lieferanten wolle BMW eine reibungslose Versorgung der Werke sicherstellen.

BMW beginnt die Produktion an den einzelnen Standorten zunächst mit einer Schicht. Regulär arbeiten die Werke jeweils im Zwei- oder Dreischichtbetrieb. Zum Schutz der Mitarbeiter werden Hygiene- und Abstandsregelungen getroffen und Abläufe umorganisiert.

Den Start machen am Montag die Motorenwerke. Die Automobilwerke sollen schrittweise folgen: Am 4. Mai ist der Produktionsbeginn in Goodwood in Großbritannien und in Spartanburg in den USA geplant. Am 11. Mai soll es im bayerischen Dingolfing und im mexikanischen San Luis Potosi wieder losgehen.

Zum Schluss folgen nach BMW-Angaben frühestens am 18. Mai die Werke in München, Leipzig, Regensburg sowie im britischen Oxford und in Rosslyn in Südafrika. Der krisenbedingte Produktionsstopp überschneidet sich teilweise mit ohnehin geplanten Betriebsunterbrechungen für Umbauten. So wird im Münchner Stammwerk bereiten die Produktion des vollelektrischen BMW i4 ab 2021 vorbereitet.

Im Gegensatz zur Automobilfertigung hatte BMW die Komponentenproduktion in Deutschland fortgesetzt, um Lieferungen für die Autoherstellung in China aufrechtzuerhalten. Die Lage in China, wo die Produktion nach Corona-bedingter Unterbrechung am 17. Februar wieder anlief, entwickelt sich nach Konzernangaben positiv.

Volkswagen und Daimler hatten nach mehrwöchigen Zwangspausen wegen der Corona-Pandemie die Produktion in ersten deutschen Werken bereits im April wieder anlaufen lassen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below