May 15, 2015 / 1:05 PM / 5 years ago

US-Geheimdienst spionierte mehr als bekannt gegen Deutschland

The witness seat (C) stands empty in the hearing room prior to a parliamentary inquiry investigating the NSA's activities in Germany, in Berlin May 7, 2015. Chancellor Angela Merkel tried to reassure Germans on Tuesday that the government was working smoothly despite a spat between her conservatives and their Social Democrat (SPD) coalition partners over the activities of the BND intelligence agency. The political bickering erupted following allegations that the BND helped the U.S. National Security Agency (NSA) to spy on European companies and officials, putting strain on Merkel's right-left coalition, which has run Europe's largest economy relatively harmoniously for the past 18 months. Sign reads 'witness '. REUTERS/Hannibal Hanschke - RTX1BXTN

Berlin (Reuters) - Der US-Geheimdienst NSA soll in größerem Umfang gegen deutsche Interessen spioniert haben als bislang bekannt.

Wie der “Spiegel” am Freitag vorab berichtete, waren mehr als die Hälfte der rund 40.000 Suchbegriffe des NSA, die der Bundesnachrichtendienst (BND) in der Abhörstation Bad Aibling aussortiert hatte, aktiv geschaltet. Sie wurden damit tatsächlich zur Ausforschung von Behörden, Unternehmen und anderen Zielen in Europa verwendet.

In einem Testat an das Bundeskanzleramt hatte der BND Medienberichten zufolge Ende April lediglich über 12.000 Selektoren informiert, die im August 2013 im “aktiven Profil” der NSA entdeckt worden seien. Laut Spiegel wurden später weitere 13.000 aktive Selektoren in der NSA-Spionageliste gefunden, die in dem Dokument von April nicht enthalten waren. Erst Anfang Mai sei es gelungen zu rekonstruieren, wie die 40.000er-Liste zustande kam.

Im Parlamentarischen Kontrollgremium löst dies Unverständnis aus. Es gebe “offensichtlich erhebliche Defizite im BND”, sagt der SPD-Abgeordnete Burkhard Lischka. Notwendig seien “klare Regeln, wer worüber innerhalb des BND zu informieren habe.

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