28. August 2017 / 15:10 / in 3 Monaten

Deutsche und britische Wirtschaft fordern Klarheit beim Brexit

Berlin (Reuters) - Die schleppenden Brexit-Verhandlungen sorgen sowohl in der britischen als auch der deutschen Wirtschaft zunehmend für Unruhe.

A shopper pushes a trolley in a supermarket in London, Britain April 11, 2017. British inflation shot past the Bank of England's 2 percent target last month, potentially adding to uneasiness among some officials at the central bank about keeping interest rates near zero. Consumer prices rose by a stronger-than-expected 2.3 percent, the biggest annual increase in nearly three-and-a-half years, pushed up by an increase in global oil prices and the impact of the Brexit vote on sterling. REUTERS/Neil Hall

Firmenverbände aus beiden Ländern forderten daher am Montag in einem gemeinsamen Appell an die Regierung in London und die EU-Kommission deutliche Perspektiven in wichtigen Handelsfragen. “Es geht darum, Klarheit und Planungssicherheit für die Unternehmen zu schaffen”, hieß es in der Erklärung von Britischer Handelskammer (BCC) und Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Als dringlich bezeichneten sie etwa die künftige Behandlung von Zöllen und Steuern.

Am Nachmittag sollten die Chefunterhändler Großbritanniens und der EU, David Davis und Michel Barnier, zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde über den EU-Austritt Großbritanniens zusammen kommen.

“Die Wirtschaft ist sehr besorgt, dass der Brexit große negative Auswirkungen haben wird”, klagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben und warnte vor Handelsbarrieren. Viele deutsche Firmen hätten bereits Investitionen aus dem Vereinigten Königreich (UK) in andere Länder verlagert. Die deutschen Exporte nach Großbritannien seien im ersten Halbjahr um drei Prozent gesunken. BCC-Generaldirektor Adam Marshall mahnte: “Für die weiteren Verhandlungen muss klar sein, dass aus Sicht der Unternehmen in UK und auf dem Kontinent wirtschaftliche Fragen prioritär behandelt werden müssen.”

Großbritannien ist der drittgrößte Exportmarkt für deutsche Waren. Deutschland wiederum ist für Großbritannien der zweitwichtigste Absatzmarkt für Güter und Dienstleistungen. Deutsche Unternehmen unterhalten 2500 Niederlassungen auf der britischen Insel mit annähernd 400.000 Beschäftigten.

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