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Wirtschaftsnachrichten

Bundesbank feilt an neuer Strategie

The skyline with its banking district is photographed in Frankfurt, Germany, January 7, 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Frankfurt (Reuters) - Die Bundesbank arbeitet an einer neuen Strategie, um auf den digitalen Wandel und einen altersbedingt kräftigen Rückgang der Belegschaft zu reagieren.

Die deutsche Notenbank muss viele neue Mitarbeiter finden. “Im nächsten Jahrzehnt werden die Digitalisierung und der demografische Wandel zu deutlichen Veränderungen bei der Bundesbank führen”, zitierte das “Handelsblatt” am Mittwoch Zentralbereichsleiter Wilhelm Lipp. “In den nächsten gut zehn Jahren wird die Hälfte der Belegschaft weg sein.” Aktuell zählt die Bundesbank rund 10.000 Beschäftigte. Sie überprüft turnusmäßig alle vier Jahre ihre Ausrichtung. Die neue Strategie soll bis Mitte 2024 gelten.

Im Zuge der Digitalisierung werden Lipp zufolge künftig einige Aufgaben bei der Bundesbank von Maschinen übernommen. “Aber in vielen Bereichen müssen wir neues Personal finden beziehungsweise Mitarbeiter für neue Aufgaben qualifizieren”, sagte er. Der demografische Wandel wird für die deutsche Notenbank nicht einfach. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 47 Jahren. In den meisten Filialen liegt es sogar klar über 50.

Im Schnitt gehen derzeit bei der Bundesbank pro Jahr rund 130 Beschäftigte in den Ruhestand. Diese Zahl wird aber kräftig steigen. “Wenn in den nächsten Jahren die Baby-Boomer in Rente gehen, werden wir deutlich mehr altersbedingte Abgänge haben”, sagte Zentralbereichsleiterin Diana Rutzka-Hascher der Zeitung. Erwartet wird, dass in den nächsten Jahren im Durchschnitt etwa 330 Beschäftigte in den Ruhestand gehen. In einem Jahr können es aber auch einmal 470 werden. “Das ist für uns eine Herausforderung,” sagte Rutzka-Hascher.

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