November 12, 2011 / 10:35 AM / 8 years ago

CSU-Experte: Döner-Morde könnten zu Geheimdienst-Affäre führen

Berlin (Reuters) - Die Morde an einer Heilbronner Polizistin und an acht ausländischen Imbissbesitzern könnten nach Einschätzung des Unions-Innenexperten Hans-Peter Uhl eine Verfassungsschutz-Affäre nach sich ziehen.

“Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich aus all dem noch ein Verfassungsschutzproblem ergibt”, sagte Uhl der “Mitteldeutschen Zeitung” (Samstagausgabe). Möglicherweise habe der Geheimdienst mehr über die Hintergründe der Taten gewusst, als bisher bekannt sei, wurde Uhl in dem Vorabbericht zitiert. “Ich habe das Gefühl, das wird noch sehr interessant”, sagte der CSU-Politiker.

Die Morde gehen möglicherweise auf das Konto einer rechtsterroristischen Zelle. Die Bundesanwaltschaft gab am Freitag eine spektakuläre Wende in dem mysteriösen Polizisten-Mordfall bekannt und zog die Ermittlungen wegen Terrorismusverdachts an sich. Im Haus der mutmaßlichen Mörder in Zwickau sei die Pistole gefunden worden, mit der zwischen 2000 und 2006 die sogenannten Döner-Morde an sieben türkischstämmigen Deutschen und einem Griechen verübt worden seien.

Der Zentralrat der Muslime warnte vor einer Bagatellisierung von Islam- und Fremdenfeindlichkeit. “Das ist kein Angriff auf eine bestimmte Gruppe, sondern auf die Grundfesten unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft”, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek derselben Zeitung.

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