February 19, 2018 / 1:06 PM / 10 months ago

Regierung will Ausrüstungsmängel bei Nato-Truppe beheben

Soldiers of the German armed forces Bundeswehr take part in farewell ceremony for mechanized infantry Panzergrenadierbataillon 122, to be deployed in Lithuania, in Oberviechtach, Germany January 19, 2017. REUTERS/Michaela Rehle

Berlin (Reuters) - Das Bundesverteidigungsministerium will die Ausrüstungsmängel bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato bis zum Beginn des Einsatzes im kommenden Jahr beheben.

Die Bundeswehr könne alle Aufgaben im Rahmen der Nato-Verpflichtungen für die “schnelle Speerspitze” erfüllen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Die fehlende Ausrüstung stehe bis Mitte des Jahres zur Verfügung. Die “Rheinische Post” hatte berichtet, dass die Soldaten für die Eingreiftruppe nicht mit ausreichend Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelten ausgestattet seien. Sie beruft sich dabei auf ein ihr vorliegendes Papier des Heereskommandos.

Der Ministeriumssprecher schloss nicht aus, dass es weitere solcher “Inventurlisten” gebe, in denen die Bundeswehr beschreibe, welches Material sie für bestimmte Einsätze benötige. Solches Material sei nicht von heute auf morgen vorhanden, werde aber beschafft. Bei den Zelten handele es sich beispielsweise um spezielle, leichte und schnell aufbaubare Modelle, die die Truppe derzeit noch nicht habe, die aber am Markt verfügbar seien.

Zu Medienberichten, wonach nur eine geringe Zahl von Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 am Standort Munster einsatzbereit seien, sagte der Sprecher, dass es in diesem Jahr mehr Manöver gebe. Dies wirke sich auf die Materialbelastung aus. Daher sinke durch die stärkere Wartung die Einsatzbereitschaft bei Panzern und anderem Großgerät. Die Einheit in Munster bereite sich auf ihre Aufgabe bei der Nato derzeit intensiv vor. “Das bedeutet aber nicht, dass die Einheiten dauerhaft über zu wenige Panzer verfügen und ihre Nato-Verpflichtungen im nächsten Jahr nicht erfüllen können.” Der Sprecher räumte aber zugleich ein, dass das Ministerium nicht mit der generellen Einsatzbereitschaft in der Bundeswehr zufrieden sei. Die Bundeswehr habe auch wegen der wieder stärkeren Konzentration auf Landesverteidigung gewaltige Lücken zu füllen, was bis 2030 geschehen solle.

Die 5000 bis 7000 Soldaten starke “Speerspitze” (VJTF) dient der Abschreckung Russlands. Die Truppe wird abwechselnd von verschiedenen Nato-Staaten geführt und käme im Falle einer Krise in Osteuropa zuerst zum Einsatz. Sie soll binnen Tagen einsatzfähig sein. Außerdem zählen dazu die Truppen, die sich auf die Übernahme der jährlich rotierenden “Speerspitze” vorbereiten sowie jene, die diese Aufgabe gerade hinter sich haben. Das sind zusammen noch einmal 10.000 bis 14.000 Soldaten.

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