February 19, 2018 / 8:25 AM / 10 months ago

CDU-Präsidium für Kramp-Karrenbauer als Generalsekretärin

Annegret Kramp-Karrenbauer of the Christian Democratic Union (CDU) arrives for coalition talks at the Social Democratic Party (SPD) headquarters in Berlin, Germany, February 5, 2018. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Das CDU-Präsidium befürwortet die Nominierung der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Generalsekretärin.

“Es gab einhellige Unterstützung”, hieß es am Montag aus Teilnehmerkreisen. Im Präsidium habe es viel Applaus für Kramp-Karrenbauer und keine einzige kritische Stimme gegeben, hieß es weiter. Parteichefin Angela Merkel hatte Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin des scheidenden Peter Tauber vorgeschlagen. Die 55-jährige Saarländerin soll auf dem Sonderparteitag am 26. Februar gewählt werden. Tauber kritisierte am Montag, dass die CDU zu wenige Frauen, Junge und Deutsche mit Migrationshintergrund anziehe.

Am Sonntag war bekanntgeworden, dass Tauber nach vier Jahren Amtszeit am Montag seinen Rückzug erklären würde. Der aus Hessen stammende Politiker unterbrach seine Reha nach seiner Darmerkrankung, um den Parteigremien selbst seinen Rückzug vom Generalsekretärsposten zu erklären. Es habe für ihn aber seit langem festgestanden, diesen Schritt im Zusammenhang mit einer Regierungsbildung zu vollziehen, hieß es weiter. Am Montag forderte Tauber eine inhaltliche Positionierung der CDU “in der Mitte”. “Es gibt zu wenig junge Menschen, viel zu wenig Frauen und auch zu wenig Deutsche mit einer Einwanderungsgeschichte, die sich in unseren Reihen engagieren”, schrieb er.

Neben dem Generalsekretärsposten wird Merkel diese Woche auch die Liste der CDU-Minister in dem angestrebten neuen großen Koalition vorlegen. Die Personalentscheidung wird auch als Signal für die inhaltliche Neuausrichtung der Partei, die seit Wochen vor allem von Konservativen und dem Wirtschaftsflügel gefordert wird. Kramp-Karrenbauer, die eine große Koalition an der Saar anführt, zählt zu den Gegnern eines Rechtsrucks. Dass Merkel eine Frau als Generalsekretärin nominiert, gilt zudem parteiintern ebenfalls als Zeichen für einen angestrebten moderaten Kurs. Kramp-Karrenbauer war immer wieder auch als mögliche Nachfolgerin Merkels gehandelt worden. Ein Wechsel aus dem kleinen Bundesland Saarland nach Berlin wird dabei als möglicher erster Schritt angesehen.

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