November 1, 2018 / 2:40 PM / 11 days ago

Kramp-Karrenbauer will CDU-Kandidatur nächste Woche erläutern

Annegret Kramp-Karrenbauer addresses a Christian Democratic Union (CDU) party congress in Berlin, Germany, February 26, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Im Rennen um den CDU-Parteivorsitz lässt Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Mitbewerber Friedrich Merz und Jens Spahn vorpreschen.

Die frühere saarländische Ministerpräsidentin kündigte am Donnerstag an, sie werde sich in der kommenden Woche öffentlich zu ihrer Kandidatur für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze äußern. Der einstige Fraktionschef Merz und Gesundheitsminister Spahn hatten bereits am Mittwoch für sich geworben. Gewählt wird die CDU-Spitze auf einem Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg. Einzelne Stimmen aus der Partei plädierten dafür, die Entscheidung dem Votum aller CDU-Mitglieder zu überlassen.

Kramp-Karrenbauer will am Freitagabend wie geplant beim traditionellen Südpfalz-Treffen der CDU in Landau die Festrede zum Thema Ehrenamt halten. “Weitere Äußerungen zur Kandidatur Parteivorsitz allerdings erst nächste Woche. Termin folgt”, kündigte die Generalsekretärin an. Merkel hatte am Montag nach dem Einbruch der CDU bei der Landtagswahl in Hessen angekündigt, dass sie nach rund 18 Jahren an der Spitze der Partei beim Parteitag Anfang Dezember nicht erneut antreten werde.

Bisher haben Merz, Spahn und Kramp-Karrenbauer ihre Kandidatur angemeldet. Zudem gibt es drei weithin unbekannte Bewerber. Merz hatte seine Kandidatur am Mittwoch unter großer Medienaufmerksamkeit in Berlin erläutert, während Spahn den Weg eines Beitrages in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” wählte.

Präsidium und Bundesvorstand der CDU kommen am Sonntag in Berlin zu einer Klausurtagung zusammen, die vor der Ankündigung des Rückzuges der Parteichefin anberaumt worden war. Bei dem Treffen soll es auch darum gehen, auf welchem Weg sich die Kandidaten bei der Parteibasis vorstellen. Im Gespräch sind Regionalkonferenzen. Parteichefin Merkel wird voraussichtlich am Montagmittag die Ergebnisse der Klausur vorstellen.

Gewählt wird die CDU-Spitze von den rund 1000 Delegierten des CDU-Parteitages. Für die Wahl ist eine absolute Mehrheit erforderlich. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries plädierte stattdessen für eine Mitgliederbefragung. Dadurch könnten die Entfremdung zwischen Parteibasis und Parteiführung geheilt und “die aktuell zu spürende Euphorie der Mitglieder für eine anhaltende Revitalisierung der CDU genutzt werden”, sagte de Vries der Funke-Mediengruppe.

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