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Inlandsnachrichten

Zwei Live-Diskussionen mit Kandidaten für CDU-Vorsitz

Two logos of Germany's Christian Democratic Union (CDU) party are placed on a table at the headquarters of the Aachen CDU before a news conference of Armin Laschet, state premier of Germany's most populous federal state of North-Rhine Westphalia in Aachen, Germany February 10, 2020. After Annegret Kramp-Karrenbauer, leader of Angela Merkel's CDU, said she won't run for chancellor, Laschet, the chairman of North-Rhine Westphalia's CDU became one of those spoken of as an alternative for the position. REUTERS/Wolfgang Rattay REFILE - CORRECTING DECADE

Berlin (Reuters) - Im Rennen um den CDU-Vorsitz plant die Partei zwei gemeinsame öffentliche Auftritte der drei Aspiranten.

Darauf verständigten sich Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen mit der Parteiführung am Montag in Berlin. Zudem stellen sich die Kandidaten alleine jeweils ein Mal exklusiv den Fragen der Parteimitglieder. “Die Partei will einen fairen Wettbewerb”, erklärte die noch amtierende Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Treffen. “Ich bin mir sicher, dass das mit den drei Kandidaten und den besprochenen Formaten gut gelingt.”

Die CDU will auf ihrem Bundesparteitag am 4. Dezember in Stuttgart ihren neuen Vorsitzenden wählen. Wahlberechtigt sind 1001 Delegierte. Die “Live Talks” der drei Kandidaten, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Merz und der Außenpolitiker Röttgen, sollen Anfang und Ende November in der Parteizentrale in Berlin produziert werden. Sie sollen jeweils 90 Minuten dauern und auf der Seite cdu.de übertragen werden. Wegen der Corona-Krise wird es keine Zuschauer geben. Die für CDU-Mitglieder exklusive Einzelbefragung der Kandidaten ist für Mitte November geplant und soll 60 Minuten dauern.

Röttgen äußerte sich als einziger der Drei am Montag zu dem Verfahren und forderte einen fairen und öffentlichen Ablauf. “Ich glaube, es sollte ein transparentes Verfahren geben, ein inhaltlich orientiertes politisches Verfahren, das respektvoll miteinander stattfindet”, sagte er vor Beginn des Treffens. An der Auswahl sollten alle Mitglieder der CDU teilhaben. Sie sollten die Möglichkeit haben, die Akzentunterschiede der Kandidaten auch mitzubekommen.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnte seine Partei vor einer Kampfkandidatur. “Wir wollen Einigkeit, gerade in der Krise. Denn es geht um Deutschland, nicht um Parteien oder einzelne Egos”, sagte Brinkhaus Zeit online am Montag. “Je näher der Parteitag rückt, desto deutlicher fordern Mitglieder und Bevölkerung Einigkeit in der CDU.” Eine Teamlösung vor dem Parteitag lehnen die Kandidaten bislang aber ab. Röttgen sagte, nach der Entscheidung müsse es eine Mannschaft geben, “und die wird es auch geben”. Der CDU-Vorsitzende hat traditionell den aussichtsreichsten Zugriff auf die Kanzlerkandidatur der Union, die allerdings von der CSU mitentschieden wird.

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