December 7, 2018 / 6:47 AM / 7 days ago

Die Wahl zum CDU-Vorsitz

(Reuters) - Die CDU wählt am heutigen Freitag auf dem Bundesparteitag in Hamburg eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Angela Merkel, die nach 18 Jahre an der Spitze der Partei nicht mehr antritt.

German Chancellor Angela Merkel tours the Christian Democratic Union (CDU) party congress venue in Hamburg, Germany, December 6, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach TPX IMAGES OF THE DAY

Da diesmal mehrere Kandidaten antreten, gibt es ein Wahlverfahren.

DIE KANDIDATEN

Derzeit gibt es drei offizielle Kandidaten. Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn sind alle von Parteigruppierungen nominiert worden - anders als mehr als ein Dutzend Interessenten, die sich ebenfalls mit dem Wunsch bei der CDU gemeldet hatten, Parteichef zu werden. Auf dem Parteitag kann sich die Zahl aber noch verändern. Denn in Hamburg reicht für eine Nominierung ein einziger Delegierter. Deshalb gibt es einen Unsicherheitsfaktor, ob noch Kandidaten zu dem Trio dazustoßen. Je nachdem wie viele dies sein werden, müsste dann entschieden werden, wie viel Zeit jeder Kandidat bekommt, um sich den Delegierten vorzustellen.

GEHEIME WAHL

Die Wahl ist geheim - deshalb hat jeder der 1001 Delegierten eine Tischwahlkabine vor sich, damit der Nachbar nicht sehen kann, wo das Kreuz gemacht wird. Dies geschieht aus Zeitgründen. Denn nach dem Parteichef wird auch die gesamte Führung der CDU neu gewählt - und jeder Wahlgang muss nach dem gleichen Muster ablaufen. Die Tischwahlkabinen sollen also Zeit sparen helfen.

Wie FÄLLT EINE ENTSCHEIDUNG?

Gewählt ist, wer bei mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen (ohne Enthaltungen) landet. Dies kann im ersten Wahlgang theoretisch auch passieren, wenn mehr als zwei Kandidaten antreten.

Ist dies nicht der Fall, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt. Landen der Zweit- und Drittplatzierte bei genau der gleichen Stimmenzahl, muss der erste Wahlgang wiederholt werden.

Bei der Stichwahl ist der Kandidat gewählt, der eine Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Enthaltungen zählen dabei nicht mit. Theoretisch könnte es einen weiteren Wahlgang geben, wenn beide Kandidaten die gleiche Stimmenzahl erhalten.

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