March 20, 2020 / 12:57 PM / in 8 days

Commerzbank treibt Übernahme der Comdirect voran

A company logo is pictured at the headquarters of Germany's Commerzbank AG during the annual results news conference in Frankfurt, Germany, February 13, 2020. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Die Commerzbank treibt die Übernahme ihrer Online-Tochter Comdirect voran.

Die beiden Banken hätten am Freitag den Vertrag zur Verschmelzung der Institute unterzeichnet, teilte die Commerzbank mit. Nach aktuellem Planungsstand werde die Integration der comdirect in die Commerzbank stufenweise erfolgen, die Comdirect-Standorte Quickborn und Rostock blieben erhalten. Wie viele Comdirect-Mitarbeiter dem geplanten Stellenabbau zum Opfer fallen, ließ die Commerzbank weiter offen. Konzernweit will sie den bisherigen Planungen zufolge 4300 Arbeitsplätze bis 2023 streichen, prüft aber seit Monaten eine Verschärfung des Sparkurses. “Es ist wichtiger denn je, dass wir zusätzliche Einsparmaßnahmen prüfen und das tun wir”, hatte Finanzchefin Bettina Orlopp erst am Donnerstag mit Blick auf die Corona-Krise gesagt. Ergebnisse sollen spätestens im Sommer vorliegen.

Mit Hilfe der Comdirect will die Commerzbank das Online- und Smartphone-Banking forcieren. Zudem verspricht sie sich 150 Millionen Euro an Einsparungen, da IT-Lösungen künftig nicht mehr doppelt entwickelt werden müssen und doppelte Funktionen wegfallen. Das Leistungsangebot der Commerzbank und Comdirect soll zunächst unverändert fortgeführt werden. Im Anschluss sollten die Angebote aus beiden Banken zusammengeführt, vereinheitlicht und ausgebaut werden, erklärte die Commerzbank.

CORONA-FOLGEN BEI PROGNOSE NICHT BERÜCKSICHTIGT

In ihrem am Freitag veröffentlichen Geschäftsbericht wiederholte im Wesentlichen die bereits bei der Vorlage der Bilanz gemachten Aussagen zur Prognose. Das Geldhaus stellt für 2020 einen Gewinn und eine Dividendenzahlung in Aussicht, doch dürfte die Prognose bald Makulatur sein. Der im Geschäftsbericht veröffentlichte Ausblick berücksichtige die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht, erklärte das Geldhaus. Für 2019 sollen die Aktionäre bislang eine Dividende von 15 Cent je Aktie erhalten - fünf Cent weniger als im Vorjahr. 2019 war das Konzernergebnis um ein Viertel auf 644 Millionen Euro eingebrochen. Konzernchef Martin Zielke erhielt mit 2,65 (Vorjahr: 1,97) Millionen Euro dennoch mehr Geld, weil er im Vorjahr wie die Mitarbeiter auf einen Teil des Bonuses verzichten musste.

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