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Unternehmensnachrichten

Commerzbank-Chef - Corona-Krise ist eine Zäsur

Martin Zielke, CEO of Germany's Commerzbank AG attends the Commerzbank AG annual results news conference in Frankfurt, Germany, February 13, 2020. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Die Corona-Krise stellt die Geschäftsmodelle von Banken grundsätzlich infrage: “Die Pandemie zwingt uns viel schneller und radikaler in eine digitale Welt, als wir uns das noch vor Kurzem vorstellen konnten”, sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke am Mittwoch auf der Hauptversammlung.

Eine Rückkehr zum Status-Quo vor der Krise werde es nicht geben. “Diese Krise ist eine tiefe Zäsur”, sagte Zielke. “Die Pandemie wird nicht nur das Leben der Menschen verändern, sondern auch das Wirtschaftssystem.”

Die weltweite Konjunktur werde deutliche Blessuren davontragen, die Exportwirtschaft schrumpfen. “In der Folge werden auch Bankdienstleistungen, die auf internationalen Handelsgeschäften basieren, weniger nachgefragt werden.” Hinzu komme, dass die Rezession unweigerlich zu vermehrten Kreditausfällen führen werde. “Die Commerzbank ist alles in allem gut gerüstet, das zu schultern und ihren Beitrag zur Krisenbewältigung zu leisten. Wir haben unsere Lehren aus der letzten Finanzkrise gezogen und konsequent unsere Hausaufgaben gemacht”, sagte er den leidgeplagten Anlegern. Am Tag der Hauptversammlung der 150 Jahre alten Bank verlor die Commerzbank-Aktie nach einem Verlust im ersten Quartal mehr als fünf Prozent. Sie näherte sich damit wieder ihrem Mitte März erreichten Rekordtief an.

Zielke will mit einem verschärften Sparprogramm gegensteuern und setzt dabei auf eine zunehmende Digitalisierung der Bank. Die Corona-Krise habe die Berührungsängste bei vielen Kunden überwunden. “Dieser digitale Schub wird auch nach der Krise nicht abbrechen”, sagte der Commerzbank-Chef.

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