August 7, 2019 / 10:11 AM / 18 days ago

Commerzbank schließt Strafzinsen für normale Sparer im Moment aus

FILE PHOTO: A Commerzbank logo is pictured before the bank's annual news conference in Frankfurt, Germany, February 9, 2017. REUTERS/Ralph Orlowski/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Frankfurt (Reuters) - Die Commerzbank will die Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit nicht an normale Sparer weitergeben.

“Wir haben im Moment nicht vor, die negativen Zinsen an unsere Privatkunden weiterzugeben”, sagte Finanzchef Stephan Engels am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Sollte sich allerdings am Markt ein Trend durchsetzen, Strafzinsen zu erheben, müsse sich die zweitgrößte deutsche Privatbank das noch einmal angucken, um nicht mit Einlagen überschüttet zu werden.

Kreditinstitute zahlen seit fünf Jahren Strafzinsen auf ihre Einlagen bei der EZB. Der sogenannte Einlagensatz liegt aktuell bei minus 0,4 Prozent. Viele Banken und Sparkassen geben die Negativzinsen schon seit längerem an Unternehmen und reiche Privatkunden mit hohen Einlagen weiter. Das gilt auch für die Commerzbank. Einfache Sparer blieben bisher von Strafzinsen verschont.

Viele Analysten erwarten, dass die EZB-Währungshüter auf ihrem Treffen im September die Strafzinsen für Geschäftsbanken verschärfen und der Einlagesatz zumindest auf minus 0,5 Prozent gesenkt wird. Sparkassen und Volksbanken hatten gewarnt, dass bei einer erneuten Zinssenkung wohl auch einfache Sparer über kurz oder lang Strafzinsen auf ihre Einlagen bei den Geldhäusern zahlen müssten.

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