May 29, 2020 / 11:50 AM / a month ago

Entwickler deutscher Corona-App präsentieren Demoversion

FILE PHOTO: A man walks past a SAP logo during the company's annual general meeting in Mannheim, Germany, May 15, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Berlin (Reuters) - Die Entwickler der deutschen Corona-App zur Eindämmung der Pandemie stellen erstmals eine Demo-Version der Anwendung vor.

Noch am Abend würden unter anderem der Start-Bildschirm und weitere Seiten auf der Open-Source-Plattform Github veröffentlicht, kündigte ein Sprecher von T-Systems am Freitag gegenüber Reuters an. Zuvor wurde die Testapplikation Verbandsvertretern, Organisationen und Ministerien vorgestellt.

Die barrierefreie App auf freiwilliger Basis wird zunächst auf Deutsch und Englisch verfügbar sein und neben dem Status der Risikoermittlung auch Verhaltenstipps geben. “Diese App kann nicht viel - aber was sie kann, ist umso wichtiger. Unser Ziel ist es, mit minimal wenigen Daten Infektionsketten zu durchbrechen”, sagte der Sprecher. Nach anfänglichen Streitigkeiten basiert die Anwendung auf dem dezentralisierten Ansatz. Kontaktdaten werden nur auf dem Handy gespeichert.

Die Deutsche-Telekom-Tochter arbeitet seit Ende April gemeinsam mit dem Walldorfer Softwareanbieter SAP an der App zur Kontakteverfolgung von Covid-19-Infizierten. Mitte Juni und damit vor Beginn der Sommerferien in Deutschland soll die App dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Ursprünglich sollte eine solche App in der Bundesrepublik ähnlich wie in Österreich bereits im April auf den Markt kommen.

Sie gilt als eine wesentliche Hilfe, um Beschränkungen weiter zu lockern. Mitte Juni soll die weltweit geltende Reisewarnung zumindest für die Europäische Union aufgehoben werden. Eine Interoperabilität über Ländergrenzen hinweg wird es dem T-Systems-Sprecher zufolge vor allem aufgrund unterschiedlicher Speichervarianten wohl jedoch zumindest zum Starttermin nicht geben.

T-Systems wie auch SAP haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst transparent zu arbeiten, und veröffentlichen regelmäßig Neuigkeiten auf Github. Diese sind dort inzwischen von 65.000 Menschen angeschaut worden. Regelmäßig liefern auch die Handy-Betriebssystemriesen Google und Apple Informationen, damit die App letztlich reibungslos auf den Smartphones laufen kann.

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