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Inlandsnachrichten

Früher Lockdown in bayerischen Kreisen wirkt - Inzidenz halbiert

FILE PHOTO: Men wearing protective face masks walk after residents of the Berchtesgadener Land district of Bavaria will not be able to leave their homes from October 20, 2020, without a valid reason for two weeks, making it the first area in Germany to go back into lockdown since April, in the city of Berchtesgaden, Germany October 20, 2020. REUTERS/Leonhard Foeger

München (Reuters) - Der vorgezogene Lockdown im Berchtesgadener Land macht sich nach drei Wochen in den Infektionszahlen bemerkbar.

Die Sieben-Tages-Inzidenz ist dort nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch auf 141,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gefallen. In der Spitze hatte der Wert vor genau zwei Wochen bei 324 gelegen, am Montag war er erstmals wieder unter die Marke von 200 gefallen. Der Landkreis Berchtesgadener Land hatte schon am 20. Oktober massive Ausgangsbeschränkungen und die Schließung von Hotels und Gaststätten verfügt, zwei Wochen vor dem Rest Deutschlands. Das bayerische Gesundheitsministerium hatte schon in der vergangenen Woche betont, es dauere “üblicherweise bis zu zwei Wochen, bis sich verstärkte Maßnahmen in den Infektionszahlen niederschlagen”.

Die Entwicklung könnte ein Hinweis darauf sein, wie schnell sich der “Lockdown Light” bundesweit auswirken kann. Zwar hat sich die Zahl der neuen Positiv-Tests stabilisiert, ist aber bisher nicht nachhaltig zurückgegangen. Im Berchtesgadener Land war die Inzidenz früher in die Höhe geschossen als in anderen Regionen. Als ein Grund dafür wurde die Lage an der Grenze zu Österreich genannt, wo die Infektionsquoten deutlich höher sind als in Bayern. Inzwischen liegt der Nachbar-Landkreis Traunstein, der ebenfalls an das Bundesland Salzburg grenzt, mit einer Inzidenz von 383 bundesweit in der Spitze.

Auch im Landkreis Rottal-Inn, über den ebenfalls vorzeitig ein Lockdown verhängt worden war, sinkt die Zahl der neuen Positiv-Tests. Die Inzidenz, die zeitweise bei mehr als 300 Fällen auf 100.000 Einwohner gelegen hatte, sank am Mittwoch laut RKI auf 178,6.

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