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Inlandsnachrichten

Merkel - Vier Milliarden für Ausbau des öffentlichen Gesundheitssystems

German Chancellor Angela Merkel arrives for a statement about the latest developments in the case of Russian opposition leader Alexei Navalny at the chancellery in Berlin, Germany September 2, 2020. Markus Schreiber/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Bund und Länder wollen den öffentlichen Gesundheitssektor in Deutschland als Lehre aus der Corona-Krise massiv ausbauen.

Kanzlerin Angela Merkel sowie die Landeschefs von Bayern und Hamburg, Markus Söder und Peter Tschentscher, betonten am Dienstag die Bedeutung gerade der lokalen Gesundheitsämter in der Corona-Pandemiebekämpfung. Merkel kündigte in einer Videoschalte mit Vertretern von Bund, Länder, Kommunen und Gesundheitseinrichtungen an, dass der Bund für den Ausbau vier Milliarden Euro in den kommenden Jahren bereitstellen werde. Damit könnte eine personelle Aufstockung etwa der Gesundheitsämter erreicht werden, die Infektionsketten von Corona-Erkrankten nachverfolgen.

“Dass wir so gut durch die Pandemie gekommen sind, hat auch mit unserem Staatsaufbau zu tun”, sagte Merkel und verwies auf Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort - anders als in zentralistischen Staaten. Gleichzeitig seien mobile Eingreiftruppen aufgebaut, die lokale Gesundheitsämter im Falle einer Überforderung durch eine hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen unterstützen können.

Bayerns Ministerpräsident Söder dankte für die Bundeshilfe, mit der 750 neue Stellen in Bayern geschaffen werden könnten - zusätzlich zu den 4000 neuen Stellen, die das Land selbst im Gesundheitssektor neu finanziere. “Noch nie war der öffentliche Gesundheitsdienst so wertvoll wie heute”, fügte er mit Hinweis auf die Corona-Pandemie hinzu. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher verwies darauf, dass der Stadtstaat die Gehälter von Ärzten im öffentlichen Gesundheitsdienst an die in Krankenhäusern angeglichen habe. Die schlechtere Bezahlung galt bisher als ein Grund, warum etliche offene Stellen nicht besetzt werden konnten.

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