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Unternehmensnachrichten

Covestro kauft für 1,6 Mrd Euro Geschäftsbereich von DSM

The logo of German chemicals maker Covestro is pictured outside its headquarters in Leverkusen, Germany, July 26, 2019. REUTERS/Wolfgang Rattay

Frankfurt (Reuters) - Der Kunststoffhersteller Covestro übernimmt vom niederländischen Chemiekonzern DSM das Geschäft mit Beschichtungsharzen und Glasfaserkabelbeschichtungen für 1,61 Milliarden Euro.

Die Integration des Bereichs Resins & Functional Materials (RFM) werde den Umsatz von Covestro um rund eine Milliarde Euro und das operative Ergebnis (Ebitda) um 141 Millionen Euro steigern, teilte das Dax-Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konzern erhofft sich davon zudem dauerhafte Synergieeffekte, die sich bis 2025 auf jährlich rund 120 Millionen Euro belaufen sollten.

Der Zukauf soll im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Finanzieren will Covestro die Übernahme zum Teil durch eine Kapitalerhöhung, mit der etwa 450 Millionen Euro erlöst werden sollen. “Diese Akquisition ist ein wichtiger Schritt für unsere Unternehmensstrategie”, sagte Vorstandschef Markus Steilemann. Covestro könne dadurch seine Abhängigkeit von einzelnen Kundenindustrien verringern. An der Börse kam die Übernahme zunächst nicht gut an: Covestro-Aktien verloren im Frühhandel mehr als drei Prozent und waren schwächster Dax-Wert.

Der Geschäftsbereich von DSM mit Sitz im niederländischen Heerlen hat sich auf wasserbasierter Hybridtechnologien, Pulverharze für Beschichtungen sowie Glasfaserkabelbeschichtungen spezialisiert. Covestro verspricht sich von dem Zukauf erhebliches Wachstum: Das Umsatzvolumen im Spezialchemiegeschäft (CAS), das etwa Vorprodukte für Lacke, Klebstoffe und Thermoplaste umfasst, steige damit um mehr als 40 Prozent auf etwa 3,4 Milliarden Euro.

Das Covestro-Management hatte stets betont, sich bei Zukäufen auf das Spezialchemiegeschäft konzentrieren zu wollen. Bei den Kerngeschäftsfeldern Polyurethane und Polycarbonate - in letzterem ist der Konzern Weltmarktführer - seien Übernahmen aus kartellrechtlichen Gründen kaum möglich. Für Covestro ist es der erste große Zukauf seit der Abspaltung vom ehemaligen Mutterkonzern Bayer und dem Börsengang im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr erzielte Covestro bei einem Umsatz von rund 12,4 Milliarden Euro ein Ergebnis von rund 1,6 Milliarden.

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