July 31, 2018 / 11:24 AM / 4 months ago

Klöckner macht Hilfen gegen Dürre von Erntebericht abhängig

German Minister of Food and Agriculture Julia Kloeckner speaks at an interview with Reuters during of the G20 Meeting of Agriculture Ministers in Buenos Aires, Argentina, July 28, 2018.REUTERS/Martin Acosta

Berlin (Reuters) - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beharrt auf ihrem Nein zu Soforthilfen des Bundes für von der Dürre geschädigte Landwirte.

Der Bund könne sich an der Kompensation von Ausfällen nur beteiligen, wenn die Schäden nationale Ausmaße hätten, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Bad Kreuznach. “Das können wir jetzt noch nicht beurteilen.” Nötig seien repräsentative Daten, die erst mit dem Erntebericht Ende August vorlägen. Klöckner betonte, die Auswirkungen seien je nach Region sehr unterschiedlich. Viele Winzer etwa erwarteten einen Jahrhundertwein. Der Deutsche Bauernverband fordert dagegen Soforthilfen für Landwirte

Klöckner verwies darauf, dass für den Ersatz von Schäden durch Naturereignisse in erster Linie die Bundesländer zuständig seien. Für Bundeshilfen sei zudem ein bestimmtes Schadensausmaß Voraussetzung. Demnach müssen die Schäden einen Verlust von mindestens 30 Prozent der Erträge der vergangenen drei Jahre ausmachen. Die Ministerin wies Forderungen zurück, etwaige Hilfen für Landwirte an klimaschonende Maßnahmen zu koppeln: “Es wäre unfair, dem Landwirt, der jetzt gerade um seine Existenz bangt, ihm die große Aufgabe Klimawandel vor die Tür zu kippen.” Dies sei eine gesamtgesellschaftliche und globale Aufgabe.

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