April 1, 2014 / 1:28 PM / 5 years ago

Daimler übernimmt Evonik-Anteile an Batterie-Hersteller

Flags of German chemical company Evonik Industries flutter in the wind at a factory in Darmstadt June 18, 2012. The owners of Evonik scrapped plans for what could have been Europe's biggest initial public offering (IPO) in more than a year and said it would only resume efforts for a listing if markets recover. REUTERS/Alex Domanski (GERMANY - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY) - RTR33TKJ

Stuttgart (Reuters) - Mangels neuer Partner für sein Batteriegeschäft übernimmt der Autobauer Daimler die bisher mit Evonik zusammen geführten Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien selbst.

Daimler kaufe Evonik den Anteil von 50,1 Prozent an der Li-Tec Battery GmbH sowie zehn Prozent an der Deutsche ACCUmotive GmbH ab, teilte Daimler am Dienstag in Stuttgart mit. Der Spezialchemiekonzern Evonik hatte im Herbst angekündigt, aus dem Batteriegeschäft aussteigen zu wollen, weil es zu wenig Gewinn abwerfe. Daimler-Forschungschef Thomas Weber hatte erklärt, in Gesprächen mit Interessenten dafür zu sein.

Li-Tec produziert mit 380 Beschäftigten in Kamenz bei Dresden großformatige Lithium-Ionen-Batteriezellen, die von ACCUmotive zu Batterien für Elektroautos weiterverarbeitet werden. Sie kommen etwa im Smart-Elektroauto zum Einsatz. Daimler und Evonik hatten die Deutsche ACCUmotive, die inzwischen 230 Mitarbeiter beschäftigt, 2009 gegründet. Der Autobauer will sich mit der eigenen Produktion von Batterien eine Vorreiterrolle für die Elektromobilität sichern. Doch wegen des hohen Preises und der noch immer geringen Reichweite der Batterien ist die Nachfrage nach den umweltfreundlichen Elektroautos gering - im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gerade mal 6000 Stück neu zugelassen. Der Smart von Daimler war mit einem Anteil von 30 Prozent Marktführer.

Manche Auto-Experten sagen schon das Ende des Batterieantriebs vorher und halten die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle für die bessere Alternative. So schlecht scheint es für ACCUmotive zumindest aber nicht zu laufen. Erst im Juli vergangenen Jahres wurde eine zweite Produktionshalle in Betrieb genommen.

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