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Unternehmensnachrichten

Daimler eröffnet neue Autofabrik "Factory 56"

The Mercedes-Benz logo is seen before the company's annual news conference in Stuttgart, Germany, February 4, 2016. REUTERS/Michaela Rehle GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD

Sindelfingen (Reuters) - Daimler hat zum Produktionsstart der neuen Generation der S-Klasse die Hightech-Automobilfabrik “Factory 56” in Sindelfingen eröffnet.

Die Fabrik sei ressourcenschonend, vernetzt und flexibel, erklärte Daimler-Chef Ola Källenius am Mittwoch. Sie gebe damit die Richtung für die künftige Autoproduktion bei Mercedes-Benz vor. In zweieinhalb Jahren hat Daimler die hochmoderne Produktionshalle für 730 Millionen Euro gebaut. Sie nimmt auf dem Werksgelände des Traditionsstandorts Sindelfingen eine Fläche von 30 Fußballfeldern ein. In der neuen Halle soll die S-Klasse, das Spitzenprodukt von Mercedes-Benz, vom Band laufen. Im kommenden Jahr folgt die Elektroversion der Luxuslimousine, das Modell EQS.

Mehr als 1500 Beschäftigte sollen in zwei Schichten an ergonomisch optimalen Stationen mit mechanischen wie digitalen Werkzeugen arbeiten. Insgesamt gibt es mehr als 25.000 Beschäftigte am Standort Sindelfingen. Die Effizienz in der S-Klasse-Montage werde um 25 Prozent im Vergleich zur bisherigen an dem Standort gesteigert, erklärte Daimler. Die Fertigung könne innerhalb weniger Tage umgestellt werden, so dass sämtliche Modelle mit allen Antriebsarten dort produziert werden könnten, um schnell auf die aktuelle Marktnachfrage reagieren zu können. Die Fabrik wird dank WLAN und 5G-Mobilfunknetz über Software und Echtzeitdaten digital gesteuert. So erhalten Arbeiter Informationen und Anweisungen aufs Tablet, der Produktionsstatus kann ständig aktuell geprüft, die Maschinenwartung frühzeitig geplant werden, so dass die Produktion kürzer unterbrochen werden muss.

Weltweit sei es das erste 5G-Mobilfunknetz, das für die Autoproduktion errichtet worden sei. Aufgebaut hat es der Netzbetreiber Telefonica Deutschland mit dem Ausrüster Ericsson. Mit 5G werde das Konzept der Industrie 4.0 - also einer digital gesteuerten, vernetzten Fertigung - verwirklicht, erklärte Markus Haas, Chef von Telefonica Deutschland. Riesige Datenmengen könnten schnell verarbeitet werden. Die Produktionsdaten seien im eigenen, geschlossenen Netz vor unerwünschtem Zugriff geschützt.

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